Forscher am MIT entwickeln Tor-Alternative Vuvuzela

Kommunikation über Vuvuzela. Quelle: MIT

Die bei der bei der Fußball-WM in Südafrika zu weltweiter Bekanntheit aufgestiegene Plastiktröte Vuvuzela ist Namenspate für eine am MIT entwickelte Technologie, die für sicheren Datenaustauch sorgen soll.

Der Ansatz von Vuvuzela unterscheidet sich von dem des überwiegend auf Verschlüsselung und verschiedene Stationen setzenden Tor-Netzwerks. Wie einem Papier der MIT-Forscher zu entnehmen ist, verursacht Vuvuzela mit nur geringere Verschlüsselung soviele „Nebengeräusche“, etwa beim Versenden von Mails, dass den potenziell am Datenverkehr lauschenden Stellen Hören und Sehen vergehen soll. Das Vuvuzela-Prinzip soll verhindern, dass Angreifer und Geheimdienste trotz Verschlüsselung aus den Metadaten Rückschlüsse ziehen können.

Kommunikation über Vuvuzela. Quelle: MIT

Kommunikation über Vuvuzela. Quelle: MIT

Schickt der Nutzer von Vuvuzela eine Mail wird er nach dem Versand vom Server getrennt, die Nachricht geht laut den MIT-Forschern dann an weitere Server und nebenbei wird Fake-Traffic erzeugt. Damit soll erreicht werden, dass Sender und Empfänger nicht miteinander in Verbindung zu bringen sind. Zudem setzt das von Vuvuzela verwendete Protokoll nur ein Minimum an Metadaten. Nur zwei sichtbare Variablen werden verschickt, darunter die zahl der Nutzer, die an der Konversation teilnehmen. Die Nutzer selbst seien nicht identifizierbar. In ersten Tests soll Vuvuzela funktioniert haben, wenn auch, den zur Verschleierung mitgeschickten Daten geschuldet, sehr langsam.

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