DFN-CERT-2015-1902 Linux-Kernel: Mehrere Schwachstellen ermöglichen u.a. eine Privilegieneskalation [Linux][RedHat]

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.

Betroffene Software:

Linux-Kernel

Betroffene Plattformen:

Red Hat Enterprise Linux 7.1 Extended Update Support

Zwei Schwachstellen im Linux-Kernel ermöglichen einem lokalen, nicht
authentifizierten Angreifer die Erhöhung seiner Privilegien, das Ausspähen
von Informationen und die Durchführung von Denial-of-Service-Angriffen. Ein
Denial-of-Service-Angriff ist durch eine weitere Schwachstelle auch einem
einfach authentifizierten Angreifer im benachbarten Netzwerk möglich.

Für Red Hat Enterprise Linux 7.1 Extended Update Support stehen
aktualisierte Kernel Pakete zur Installation zur Verfügung.

Patch:

Red Hat Security Advisory RHSA-2015:2587

http://rhn.redhat.com/errata/RHSA-2015-2587.html

CVE-2015-5307: Denial-of-Service-Schwachstelle im Linux-Kernel und Microsoft
Hyper-V

Die KVM Hypervisor Implementierung im Linux-Kernel und Microsoft Hyper-V
fangen Alignment Check (‘Anordnungsprüfung’) Fehler nicht korrekt ab. Wenn
ein 32-bit Gastsystem den IDT-Eintrag korrespondierend zu einem solchen
Fehler setzt, um auf einen sogenannten ‘ring-3 handler’ zu referenzieren,
und wenn durch diesen die Fehlerbehandlung angestoßen wird, während der
Stack Pointer noch nicht justiert ist, führt dies zu einem erneuten
Alignment Check, wodurch es zu einer Endlosschleife kommt. Ein einfach
authentisierter Benutzer eines virtuellen Gastsystems, als Angreifer, kann
die Schwachstelle ausnutzen, um einen Denial-of-Service-Zustand auf dem Host
zu bewirken.

CVE-2015-7613: Schwachstelle in Linux-Kernel ermöglicht das Erlangen von
Administratorrechten

Der Linux-Kernel initialisiert IPC-Objekte in bestimmten Situationen nicht
korrekt, wodurch nicht autorisierter Zugriff auf diese Objekte mit SysV shm
möglich wird. Ein lokaler, nicht authentifizierter Angreifer kann diese
Schwachstelle ausnutzen, um seine Privilegien zu erweitern, Informationen
auszuspähen oder das System zum Absturz zu bringen (Denial-of-Service).

CVE-2015-2925: Schwachstelle im Linux-Kernel ermöglicht
Privilegieneskalation

Es existiert eine Schwachstelle im Linux-Kernel, die durch ein fehlerhaftes
‘Renaming’ hervorgerufen wird, wenn sich eine Quelle innerhalb und ein Ziel
außerhalb des ‘Bind Mount’ befindet. Ein lokaler, nicht authentifizierter
Benutzer, der sich innerhalb eines Containers befindet, in der Rolle als
Angreifer, kann diese Schwachstelle ausnutzen, um auf Dateien außerhalb
desselben zuzugreifen und somit eine Privilegieneskalation durchzuführen.

Referenzen:

Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2015-1902/

Schwachstelle CVE-2015-2925 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2015-2925

Schwachstelle CVE-2015-7613 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2015-7613

Schwachstelle CVE-2015-5307 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2015-5307

Red Hat Security Advisory RHSA-2015:2587:
http://rhn.redhat.com/errata/RHSA-2015-2587.html

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