Gimp verlangt Löschmöglichkeit von Sourceforge

Sourceforge hat auf die Malware-Vorwürfe des Gimp-Projekts reagiert und dieses selbst dafür verantwortlich gemacht. Die Gimp-Entwickler bleiben bei ihrer Darstellung und wollen nun den Schaden minimieren.

Laut dem Gimp-Projekt hat Sourceforge, entgegen früherer Beteuerungen, Drittanbietersoftware in einen Installer der Windows-Version integriert, die ungewollte Software auf die Systeme der User spielt. Das kommt in der Windows-Welt nicht selten vor, ist für die meisten Freie-Software-Nutzer aber ein No-Go.

Sourceforge reagierte auf die Vorwürfe und schob die Schuld dem Projekt zu. Dieses habe seine Software unbetreut auf Sourceforge zurückgelassen. In solchen Fällen sei es eben üblich, die Software an andere Hoster zu geben, die sie dann unter Umständen mit “einfach abzulehnender” Software von Drittanbietern bundeln. In einem Update schrieben die Sourceforge-Betreiber, der Anbieter habe den Installer mit der unerwünschten Software entfernt.

Das allerdings genügt dem Gimp-Projekt nicht. In ihrer Antwort auf Gimp.org schreiben die Autoren, dass sie nicht glauben, dass dieses Problem behebbar sei und erinnern Sourceforge an das ursprüngliche Versprechen. Selbst wenn Sourceforge ein paar vom Projekt vorgeschlagene Guidelines einhalte, werde das nächste Management diese eventuell wieder über den Haufen werfen.

Zur Schadensbegrenzung schlägt das Projekt vor, dass Sourceforge es Open-Source-Projekten künftig generell ermöglichen soll:

* Projekte und Links dorthin komplett zu entfernen und feindliche Projektübernahmen zu verhindern
* Dateien von Sourceforge und den Mirror-Servern zu löschen
* Redirects auf die neue Adresse eines Projekts anzulegen

Inwieweit Sourceforge auf die Vorwürfe reagiert, muss sich zeigen. Einen Gefallen haben sich die Macher der Webseite jedenfalls nicht getan, wie die wütenden Reaktionen unter ihrem Blogeintrag zeigen.

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