Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie die folgende Sicherheitsmeldung.
Betroffene Software:
OpenSSL Project OpenSSL <= 0.9.8ze OpenSSL Project OpenSSL <= 1.0.0q OpenSSL Project OpenSSL <= 1.0.1l Betroffene Plattformen: Red Hat Enterprise Linux Desktop 5 Red Hat Enterprise Linux Desktop 5 Workstation/Client Red Hat Enterprise Linux Server 5 Durch Ausnutzen dieser Schwachstellen kann ein entfernter, nicht authentifizierter Angreifer Denial-of-Service (DoS)-Angriffe durchführen und Sicherheitsvorkehrungen umgehen. Red Hat stellt für Enterprise Linux Desktop Workstation (v. 5 client), Enterprise Linux (v. 5 server) und Red Hat Enterprise Linux Desktop (v. 5 client) Sicherheitsupdates bereit. Patch: Red Hat Security Advisory RHSA-2015:0800 http://rhn.redhat.com/errata/RHSA-2015-0800.html
CVE-2015-0293: Schwachstelle in SSLv2-Servern ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Ein Client kann den Abbruch eines laufenden Servers, der SSLv2 und
Export-Kryptosuiten unterstützen muss, erzwingen, indem er eine speziell
präparierte SSLv2 CLIENT-MASTER-KEY-Nachricht an den Server sendet. Dadurch
wird eine OPENSSL_assert-Anweisung im Programm erreicht, die die sofortige
Beendigung des Serverprozesses zur Folge hat. Ein entfernter, nicht
authentifizierter Angreifer kann diese Schwachstelle ausnutzen, um einen
Denial-of-Service-Zustand herbeizuführen.
CVE-2015-0292: Schwachstelle in base64-Decoder ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Speziell präparierte, base64-kodierte Daten können zu einem Speicherfehler
oder einer Speicherkorruption führen, was zum Absturz der auf OpenSSL
basierenden Anwendung führt. Ein entfernter, nicht authentifizierter
Angreifer kann diese Schwachstelle ausnutzen, um einen
Denial-of-Service-Zustand herbeizuführen.
Diese Schwachstelle wurde schon in früheren Versionen von OpenSSL behoben,
ist aber erst jetzt offiziell in den Sicherheitshinweisen der Entwickler
aufgeführt.
CVE-2015-0289: Schwachstelle in PKCS#7-Verarbeitung ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Der Parser von PKCS#7-Daten behandelt ein fehlendes äußeres ContentInfo
nicht korrekt. Speziell präparierte ASN.1-kodierte PKCS#7-Daten ohne
tatsächlichen Inhalt können während der Verarbeitung zu einer
NULL-Zeiger-Dereferenzierung führen. Ein entfernter, nicht authentifizierter
Angreifer kann diese Schwachstelle ausnutzen, um einen
Denial-of-Service-Zustand herbeizuführen.
CVE-2015-0288: Schwachstelle in X509_to_X509_REQ erlaubt Denial-of-Service
Eine Schwachstelle in der Funktion X509_to_X509_REQ führt zu einem Absturz
aufgrund einer NULL-Zeiger-Dereferenzierung, wenn der Zertifikatsschlüssel
ungültig ist. Ein entfernter, nicht authentisierter Angreifer kann diese
Schwachstelle ausnutzen, um einen Denial-of-Service-Angriff durchzuführen.
CVE-2015-0287: Speicherkorruptions-Schwachstelle in OpenSSL ermöglicht
Denial-of-Service-Angriff
Eine Schwachstelle in OpenSSL, bei der Wiederverwendung von Strukturen beim
Parsen von ASN.1, erlaubt einem entfernten, nicht authentisierten Angreifer
durch ein ungültiges Schreiben (“invalid write”) eine Speicherkorruption zu
verursachen. Von dieser Schwachstelle sind lediglich Anwendungen betroffen,
die Strukturen parsen, welche CHOICE- oder ANY DEFINED BY-Komponenten
enthalten.
CVE-2015-0204: Schwachstelle in OpenSSL ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen
Die ssl3_get_key_exchange-Funktion in s3_clnt.c in OpenSSL bevor 0.9.8zd,
1.0.0 bevor 1.0.0p sowie 1.0.1 bevor 1.0.1k erlaubt einem entfernten
SSL-Server RSA-to-EXPORT_RSA herunterzustufen (“downgrade attack”) und,
durch das Anbieten eines schwachen Ephemeral RSA-Schlüssels in einer nicht
verträglichen Rolle, eine Brute-Force-Entschlüsselung zu ermöglichen. Ein
entfernter, nicht authentifizierter Angreifer, der einen SSL-Server
kontrolliert, kann Sicherheitsvorkehrungen umgehen.
CVE-2014-8275: Schwachstelle in OpenSSL ermöglicht Umgehen von
Sicherheitsvorkehrungen
OpenSSL bevor 0.9.8zd, 1.0.0 bevor 1.0.0p sowie 1.0.1 bevor 1.0.1k setzt
bestimmte Beschränkungen für Zertifikatsdaten nicht durch. Ein entfernter,
nicht authentifizierter Angreifer kann diese Schwachstelle ausnutzen,
mittels präparierter Daten in dem nicht signierten Teil eines Zertifikates,
in Verbindung mit crypto/asn1/a_verify.c, crypto/dsa/dsa_asn1.c,
crypto/ecdsa/ecs_vrf.c und crypto/x509/x_all.c, um den Fingerprint-basierten
Zertifikats-Blacklisting-Schutzmechanismus zu bezwingen.
Referenzen:
Dieses Advisory finden Sie auch im DFN-CERT Portal unter:
https://portal.cert.dfn.de/adv/DFN-CERT-2015-0530/
Schwachstelle CVE-2014-8275 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2014-8275
Schwachstelle CVE-2015-0204 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2015-0204
Schwachstelle CVE-2015-0287 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2015-0287
Schwachstelle CVE-2015-0288 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2015-0288
Schwachstelle CVE-2015-0289 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2015-0289
Schwachstelle CVE-2015-0292 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2015-0292
Schwachstelle CVE-2015-0293 (NVD):
http://web.nvd.nist.gov/view/vuln/detail?vulnId=CVE-2015-0293
Red Hat Security Advisory RHSA-2015:0800:
http://rhn.redhat.com/errata/RHSA-2015-0800.html
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