Ntpd: Zwei Sicherheitslecks

Das Network Time Protocol (NTP) ist ein Standard zur Synchronisierung von Uhren in Computersystemen über paketbasierte Kommunikationsnetze, wobei UDP-Verbindungen zum Einsatz kommen. In dem Ntpd-Daemon wurden kürzlich zwei Sicherheitslücken entdeckt.

Die erste Schwachstelle erlaubt es einem entfernten Angreifer eine Denial-of-Service-Attacke gegen den Dienst durchzuführen. Anfällig hierfür sind Systeme, die symmetrische Schlüssel zur Authentifikation verwenden. Der Angreifer kann in diesem Fall an zwei zu synchronisierende Hosts spezielle Pakete schicken, um dafür zu sorgen, dass eine Synchronisation der Systeme nicht möglich ist. Damit kann dann die Zeit via NTP nicht abgeglichen werden. Betroffen sind die Versionen vor 4.2.8p2.

Eine zweite Schwachstelle hat zur Folge, dass ein entfernter Angreifer die Ntpd-Authentifikation umgehen kann. Auch dieses Problem kann auf nur auf Systemem mit symmetrischer Authentifikation ausgenutzt werden. Der Fehler besteht darin, dass Ntpd Pakete akzeptiert, die keinen Message Authentication Code (MAC) besitzen. Eigentlich kontrolliert »ntpd« den MAC. Ist dieser aber gar nicht vorhanden so wird das Paket fälschlicherweise akzeptiert. Sollte Autokey verwendet werden, so ist das System nicht anfällig für das Problem. Betroffen sind die Versionen ab 4.2.5p99 und bis 4.2.8p2.

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