IBM-Report: Mehr Sicherheitslücken als jemals zuvor

Die IT-Sicherheitsexperten der IBM X-Force haben ihren jüngsten Vierteljahresbericht veröffentlicht – den IBM X-Force Threat Intelligence Quarterly. Danach sind im Jahr 2014 mindestens eine Milliarde digitaler Datensätze mit persönlichen Informationen in falsche Hände geraten. Außerdem traten im letzten Quartal des Jahres 2014 mehr als 9 200 neue Sicherheitslücken auf – so viel wie noch nie in der 18-jährigen Geschichte des X-Force-Reports.

Gemessen an der Anzahl der gekaperten Records war das Volumen fast 25 größer als noch 2013, als 800 Millionen Datensätze gestohlen wurden. Mit 74,5 Prozent aller Vorfälle führen die USA die Rangliste der Länder mit dem höchsten Gefahrenpotenzial mit weitem Abstand an (Deutschland: 1,5 Prozent). Bereits auf den zweiten Platz, belegt von Großbritannien, fallen nur noch 3,4 Prozent aller Sicherheitsvorfälle. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es in den USA in der Regel strengere Gesetze gibt, die zur Meldung von Sicherheitslücken verpflichten. Beim größten Teil der festgestellten Cyberanagriffe, 40,2 Prozent, wurde dagegen nicht veröffentlicht, um was für Angriffe es sich handelte. Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) und Malware-Attacken teilen sich den zweiten Platz mit je 17,2 Prozent.

Den größten Ausschlag bei der Anzahl der im Jahr 2014 festgestellten Sicherheitslücken lieferten Android-Apps, die fälschlicherweise SSL-Zertifikate validieren (entdeckt von US-CERT). Sie machen rund 15 Prozent der Sicherheitsvorfälle aus. Weiter zeichnete sich 2014 dadurch aus, dass eine Reihe schwerer Sicherheitslücken in den Fundamenten des Internets (Betriebssysteme, Bibliotheken) bekannt wurden, darunter Heartbleed oder Shellshock.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Nach oben