Samba: Root-Rechte für entfernten Angreife

Eine Sicherheitslücke im Samba Server führt dazu, dass ein entfernter Angreifer Befehle mit Root-Rechten ausführen kann. Die Attacke kann mit Hilfe spezieller Daten an den Dienst ausgelöst werden. Konkret müssen diese vor einem anonymen »netlogon«-Paket geschickt werden. Dadurch wird ein Fehler im Speichermanagement ausgelöst, und die vom Angreifer gewünschten Befehle werden ausgeführt.

Die zuerst geschickten Pakete bauen den Programmstack dabei so auf, dass das »netlogon«-Paket durch Freigabe von Speicher dann die Attacke ermöglicht. Der verantwortliche Programmierfehler befindet sich in der »rpc_server/netlogon/srv_netlog_nt.c«-Datei. Dort ist die »netr_creds_server_step_check()«-Funktion fehlerhaft. Für Samba-Versionen ab 4.0.0 ist es möglich die Schwachstelle mit einem Workaround zu korrigieren. Hierzu muss lediglich die Zeile

rpc_server:netlogon=disable

zu der »[global]«-Sektion der »smb.conf«-Datei hinzugefügt werden. Dieser Workaround funktioniert allerdings nicht für niedrigere Versionen. Betroffen sind die Versionen 3.5.0 bis 4.2.0rc4.

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