Für Linux-Jünger ist das ein alter Hut und selbst Microsoft hat schon inige Erfahrung damit, aber dieser Blogpost eines Microsoft Ingenieurs liefert wiedermal einen Beleg, wie durchschlagend sich der Open-Source-Gedanke in der Praxis bewähren kann.
“Wow. Just wow.”, beginnt der staunende Ingenieur seinen Bericht über die Veröffentlichung von .NET Core als Open Source. Ihn überrascht die rege Beteiligung – mehr als 1000 Forks, mehr als 250 Pull Requests sei November. Er hätte offenbar nicht erwartet, dass die Anzahl der Beiträge aus der Community die der professionellen Entwickler bereits übersteigt. Aber nicht nur der Multiplikationseffekt erweist sich als sehr positiv. Zugleich wurden durch die vielen freiwilligen Mitarbeiter in Echtzeit auch zahlreiche Probleme viel schneller gelöst.
Das alles ging nicht ganz von alleine. Microsoft musste sich auch an den agileren Prozess der Softwareentwicklung mit einer Community anpassen, der sich von dem vorher geübten Vorgehen unterschied, das eher auf jahrelange Release-Zyklen abzielte. Code- und API-Reviews geschehen jetzt quasi öffentlich. Beim Continuous Integration (CI) System wechselte man extra zu Jenkins, damit auch plattformübergreifend kompiliert werden kann. Die Entwickler wurden im Umgang mit Git trainiert.
“Wir lernen immer noch. Wir sind erst am beginn unserer Open-Source-Reise.”, schreibt der Blogger. Und: “Wir hätten uns nicht mehr erhoffen können.”

