Der Branchenverband BITKOM hat jetzt erstmals einen Leitfaden vorgelegt, der ausloten will, wie die neuen Erfolge der KI-Forschung in absehbarer Zukunft insbesondere die Wissensarbeit revolutionieren werden.
Der vorliegende Leitfaden will Entscheider dazu befähigen, die Bedeutung kognitiver Systeme für ihr Unternehmen oder ihre Organisationen zu beurteilen. In wenigen Jahren werden Menschen bei der Bewältigung vieler physischer und geistiger Arbeiten zunehmend von intelligenten Assistenzsystemen unterstützt werden. Intelligente Maschinen erscheinen in vielfältiger Form: Rat- und Auskunftgeber, Produktions- und Dienstroboter, autonome Fluggeräte. Sie unterstützen bei medizinischer Diagnostik und Therapie, in der Produktion, beim automatisiertem Betrieb von Fahrzeugen, in den Bereichen Sicherheit, Kundendienst oder Finanzwesen. Wissenschaftler schätzen, dass der Umsatz mit Cognitive Computing weltweit von etwa einer Milliarde Euro (2015) auf über 13 Milliarden Euro (2020) wachsen wird.
Das bedeutet auch, dass Menschen neue Fähigkeiten erwerben müssen, um in der Lage zu sein, ihre humanen Fähigkeiten im direkten Zusammenwirken mit kognitiven Systemen produktiv zu entfalten. Aber auch Unternehmen sind gefordert: Denkmaschinen etablieren andere Arbeitsprozesse und kratzen an alten Geschäftsmodellen. Die Welt kognitiver Computer verspricht, organisationales Wissen zu vertretbaren Kosten abzubauen, das heute noch in Datenminen schlummert. Aber wir werden erst langsam verstehen, welches Potenzial sich tatsächlich in ihnen verbirgt – und ob uns das eher nützt oder schadet.



