Ubuntu-Projekt diskutiert künftigen Flash-Support

Auf dem Ubuntu Online Summit 1411 haben die Ubuntu-Entwickler überlegt, wie sie zukünftig mit Adobe Flash verfahren. Adobe will den Support für Flash 2017 einstellen.

Über die Session auf dem Online Summit berichtet Bryan Quigley in seinem Blog. Das Problem bestehe darin, dass Adobe den Support für sein NP-API-Plugin 2017 einstellt. Während Google mit PP-API einen eigenen Flash-Support für Chrome und Chromium anbietet, verwendet Ubuntus Standardbrowser Firefox Adobes Plugin.

Man wolle Flash langfristig loswerden und weiterhin Firefox als Standardbrowser einsetzen. Darauf haben sich die Entwickler im Rahmen der UOS-Session geeinigt. Aktuell habe Canonical mit Adobe eine Vereinbarung getroffen, nach der Ubuntu-User PP-API (Chrome) und NP-API (Firefox) über das Partner-Repository herunterladen können, was Entwicklern und Anwendern das Leben erleichtert.

Allerdings gibt es Zweifel daran, dass 2017 niemand mehr Adobe Flash verwendet, denn auf vielen Webseiten ist es trotz existierender Alternativen nach wie vor stark im Einsatz. Daher fordern die Entwickler dazu auf, die Webseitenbetreiber auf das Flash-Problem hinzuweisen und haben zugleich alternative Ansätze diskutiert.

Wegen Flash auf Chromium als Standardbrowser zu wechseln, sende das falsche Signal. Auch der Einsatz von Flash-Alternativen wie Shumway, Gnash und Lightspark fülle nur vorhandene Lücken, man würde Adobe zudem permanent hinterherrennen. Auch PP-API in Firefox zu integrieren sei keine Lösung, weil man die Software nicht betreuen wolle. Bleibt also die Hoffnung, dass sich im Laufe der nächsten drei Jahre genügend Webentwickler von Flash verabschieden.

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Niels Dettenbach
8 Jahre her

Die Entscheidung gegen das proprietäre Flash ist mehr als begrüßenswert. Nach mehr als einem Jahrzehnt an haarsträubenden Sicherheitslöchern, desaströser Sicherheitspolitik des Flash Herstellers, verursachte Systeminstabilität und nicht zuletzt unkontrollierbarem zusätzlichen Energieverbrauch (der zu wesentlich kürzeren Akkulaufzeiten an Mobilgeräten führte) bleibt festzustellen, das proprietäre Flash sich – das seinen Erfolg vornehmlich der “ab Wer Auslieferung” von Microsoft zu verdanken hatte – nicht als fundierter Standard hat etablieren können. Damit ist das eingetreten, was für Fachleute bereits bei Einführung von Flash “klar” war.Ein durchweg offen lizensiertes Flash hingegen wäre der Tod für Adobe gewesen, wäre es Dritten doch relativ leicht gefallen, eine… Mehr »

Martin
8 Jahre her

Ich verstehe Folgendes nicht:„Aktuell habe Canonical mit Adobe eine Vereinbarung getroffen, nach der Ubuntu-User PP-API (Chrome) […] über das Partner-Repository herunterladen können“Wie ist das zu verstehen?- Neben dem von Google in Chrome eingebauten PP-Flash gibt es dieses auch Standalone? Etwa für Chromium?- Canonical hat mit Adobe vereinbart, dass Google Chrome samt Flash im Partner-Repository ist?

Jörg Linuxfreund
8 Jahre her

Auch bei mir ist die Entscheidung gegen das proprietäre Flash positiv angekommen, seit Jahren schon versuche ich die Leute davon abzubringen – Endlich wird es wahr, *Schluss mit proprietärem Code!*

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