Deutschland fehlen 41 000 IT-Experten

Jedes zweite Unternehmen beklagt Mangel an Fachkräften: Gesucht werden vor allem Software-Entwickler, aber auch IT-Sicherheitsexperten.

In Deutschland werden derzeit rund 41.000 IT-Spezialisten gesucht. Damit ist die Zahl der offenen Stellen im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 Prozent gestiegen. 16.500 unbesetzte Stellen finden sich bei Unternehmen der Informationstechnologie und Telekommunikation. IT-Experten werden aber auch quer durch alle Wirtschaftszweige gesucht. Bei diesen so genannten Anwenderbranchen gibt es weitere 24.500 unbesetzte Stellen. Das ist das Ergebnis einer Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte, die der Hightech-Verband BITKOM heute in Berlin vorgestellt hat.

Bei der repräsentativen Umfrage wurden mehr als 1.500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen aller Branchen befragt Mehr als jedes zweite ITK-Unternehmen (54 Prozent) gibt an, dass aktuell ein Mangel an IT-Spezialisten herrscht. 42 Prozent erwarten sogar, dass sich der Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird.

Das Gros der 16.500 unbesetzten Stellen in der ITK-Branche findet sich bei den Anbietern von Software und IT-Dienstleistungen. Hier gibt es alleine 14.200 offene Positionen. Weitere 1.700 IT-Experten werden von Herstellern von Hardware und Unterhaltungselektronik gesucht, 600 von Anbietern von Telekommunikationsdiensten. Wie im Vorjahr benötigen fast drei Viertel der ITK-Unternehmen (71 Prozent), die aktuell freie Stellen haben, Software-Entwickler. Bei ihnen sind vor allem Fähigkeiten rund um Cloud Computing (in 53 Prozent der Fälle) und Big Data (44 Prozent) gefragt, gefolgt von Kenntnissen im Bereich Social Media (34 Prozent) sowie zur Programmierung von klassischen Webpräsenzen (28 Prozent) und Apps bzw. mobilen Webseiten (26 Prozent).

Hinter den Software-Entwicklern folgen bei den gesuchten Berufsbildern mit deutlichem Abstand Anwendungsbetreuer und Administratoren, die von rund jedem fünften Unternehmen (21 Prozent) nachgefragt werden, sowie IT-Berater (18 Prozent). Deutlich gestiegen ist der Bedarf an Projektmanagern (von 4 auf 15 Prozent) sowie IT-Sicherheitsexperten (von 3 auf 15 Prozent).

Trotz des unverändert hohen Fachkräftemangels in der ITK-Branche werden die Unternehmen in diesem Jahr voraussichtlich 10.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Am Ende des Jahres werden in den Unternehmen voraussichtlich 953.000 Menschen beschäftigt sein, so viele wie nie zuvor. Innerhalb von fünf Jahren sind damit in der ITK-Branche fast 100.000 neue Arbeitsplätze entstanden.

Mit 24.500 offenen Stellen entfallen rund 60 Prozent der gesamten Fachkräftelücke auf die Anwender von IT-Systemen in anderen Branchen. Allerdings benötigen diese Unternehmen andere Qualifikationen als die IT-Anbieter. So benötigt rund die Hälfte der IT-Anwender mit freien Stellen Administratoren und Anwendungsbetreuer (51 Prozent). Zwar folgen Software-Entwickler, die von 17 Prozent der Anwender-Unternehmen gesucht werden, mit deutlichem Abstand. Im Vergleich zum Vorjahr, als nur 9 Prozent dieser Unternehmen entsprechenden Bedarf hatten, hat sich ihr Anteil aber nahezu verdoppelt. „Der steigende Bedarf an Software-Entwicklern in den Anwenderbrachen

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LetTheSunshineIn
8 Jahre her

Es fehlen Softwareentwickler?Wieso findet dann ein hochqualifizierter Java- und HTML5-Entwickler mit besten Referenzen, der seit einem Krankenhauskeim Rollstuhlfahrer ist, seit 5 Monaten keine Möglichkeit, remote zu arbeiten?? Obwohl er sich für die Hälfte anbietet??

Oliver Seegatz
8 Jahre her

Das Märchen vom Fachkräftemangel: https://www.youtube.com/wat

vollfuzzi
8 Jahre her

Hallo ich bin seit über sieben Jahren Entwickler mit umfangreichen IT-Kenntnissen, habe aber beste Noten (1,1,1,1,2,2 usw) und Referenzen, biete mich für ein Minimalgehalt bei wirklich allen Jobs an, bin deutschlandweit flexibel, überdurchschnittlich qualifiziert und habe bei international bekannten Firmen und Konzernen gearbeitet, in guten Positionen auch mit Personalverantwortung, teilweise auch im Vertrieb mit Kunden, teils auch direkt als Ingenieur im Maschinenbau, und das erfolgreich, mit stark unterdurchschnittlicher Bezahlung. Selbst für einen einfachsten Job reicht das nicht und für Stellen im IT-Bereich für die eine Zusatzqualifikation z.B. Netzwerke etc. benötigt wird, zahlen die Unternehmen nichts sondern warten auf jemanden der… Mehr »

Wolfgang
8 Jahre her

Gähn. Schon wieder. Warum muss dieser Mist denn immer verbreitet werden. Ich gebe Euch mal etwas Nachhilfe: Im alten Rom hiess die passende Frage zu dem Thema: Cui bono? Das verlangt natürlich eine Antwort oder mehrere…1. Wozu macht Bitkom so etwas? Weil Lobbyisten so arbeiten und Bitkom ist alles andere als ein Wahrheitenverbreiter. Mit Schreckenszahlen von fehlenden Fachkräften kann man den verschlafensten Politiker aufwecken. Oder Journalisten.Aus der Bundesagentur für Arbeit kam mal die Information, dass man dann von Fachkräftemangel spricht, wenn auf eine offene Stelle nicht 6 Bewerber kommen. Später schraubte man das dort etwas niedriger. Bitkom ist da sicher… Mehr »

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