Der deutsche ITK-Markt wächst in diesem Jahr voraussichtlich um 1,6 Prozent.
Der Umsatz mit Produkten und Diensten der Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik wird in diesem Jahr voraussichtlich um 1,6 Prozent auf 153,4 Milliarden Euro wachsen. Das teilte der Hightech-Verband BITKOM mit. Grundlage sind aktuelle Prognosen des European Information Technology Observatory (EITO). Der BITKOM bekräftigt damit seine Prognose aus dem Frühjahr, weist aber auf deutliche Verschiebungen im Gesamtmarkt in den vergangenen sechs Monaten hin. So ist der Abwärtstrend auf dem PC-Markt gestoppt, während sich gleichzeitig das Wachstum bei Smartphones und Tablets verlangsamt hat. Das Geschäft mit IT-Hardware und Software kann um jeweils fast 6 Prozent zulegen, während die Umsätze bei Unterhaltungselektronik, TK-Diensten und TK-Endgeräten leicht rückläufig sind.
Die Informationstechnologie bleibt die wichtigste Säule des Wachstums und legt der BITKOM-Prognose zufolge in diesem Jahr um 4,3 Prozent auf 77,8 Milliarden Euro zu. Die Umsätze mit Software steigen kräftig um 5,6 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro zu. Bei IT-Dienstleistungen fällt das Plus mit 2,7 Prozent auf 36,3 Milliarden Euro etwas geringer aus. Überraschend stark entwickelt sich das Geschäft mit IT-Hardware. Die Umsätze steigen um 5,8 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro. Dabei sind anders als in den Vorjahren nicht Tablet Computer die Umsatztreiber, sondern die klassischen PCs. Bei Desktop-PCs wird das Plus voraussichtlich 12,2 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro betragen, bei den Notebooks ist der Anstieg mit 11,2 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro ähnlich hoch. Das Geschäft mit Tablet Computern legt auf hohem Niveau weiter zu. Der Umsatz steigt um 3,3 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.
Erneut schwächer entwickelt sich die Unterhaltungselektronik, allerdings kann die rasante Talfahrt des Vorjahres gebremst werden. In diesem Segment werden die Umsätze voraussichtlich nur noch um 1,5 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro zurückgehen nach einem Minus von 14,8 Prozent im Vorjahr
In der Telekommunikation geht der der BITKOM in diesem Jahr erneut von einem leichten Umsatzrückgang um 0,9 Prozent auf 65 Milliarden Euro aus. Erfreulich entwickelt sich das Geschäft mit TK-Infrastruktur, das um 3,8 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro zulegen kann. In diesen Zahlen spiegeln sich auch die hohen Investitionen der Netzbetreiber beim Breitbandausbau wider. Bei den Telekommunikationsdiensten zeigt sich weiter eine sehr uneinheitliche Entwicklung. Während das Geschäft mit mobilen Datendiensten um 6,3 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro wächst, geht der Umsatz mit mobilen Gesprächen um 8,0 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro zurück. Das Geschäft mit Sprachdiensten im Festnetz reduziert sich um 7,5 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Schwächer entwickelt sich auch der Umsatz mit TK-Endgeräten, der in den vergangenen Jahren vom Smartphone-Boom getragen war. Unterm Strich steht hier ein Minus von 1,0 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro.



