Mozilla wird in seinen kommenden Firefox-Versionen den Umgang mit Erweiterungen für den Browser umstellen. Die Nutzer sollen davon von einem besseren Schutz der Privatsphäre profitieren.
Entsprechend ist die größte Änderung auch dem privaten Modus des Browsers gewidmet. Erweiterungen, die im privaten Fenster laufen dürfen, sollen eine Erlaubnis des Benutzers einholen. Den Extensions ist es dann zuerst untersagt, im privaten Fenster zu laufen. Der Anwender muss bei der Installation der Erweiterung anhaken, dass er den Zutritt zum privaten Fenster gewährt.

Nach der Installation der Erweiterung bittet Firefox um Zustimmung für den privaten Modus. Quelle: Mozilla
Zudem ist es den Extensions nicht erlaubt, Browserdaten oder Identitätsinformationen zu speichern. Mozilla hat dafür den Schlüssel not_supported eingeführt, der es Entwicklern ermöglicht, ihre Extensions an die Mozilla-Policies für Ad-Ons anzupassen.
Mozillas für Firefox Webextensions zuständiger Produktmanager Mike Conca erläutert die Vorgehensweise in einem Blogbeitrag. In der Firefox-Version 67 sollen die Änderungen wirksam werden. Eine Lücke gibt es allerdings im Privatsphärenkonzept. Extensions, die bereits installiert sind, erhalten automatisch die Berechtigung für den privaten Modus.

Im Add-On-Manager sind die Extensions erkennbar, die eine Berechtigung für den privaten Modus haben. Quelle: Mozilla
Im Add-On-Manager von Firefox sollen Extensions mit Berechtigung für den privaten Modus dann mittels Markierung erkennbar sein. Dort lässt sich auch die Berechtigung entziehen. Beim ersten Start des privaten Fensters wird der Nutzer zudem auf die Änderungen aufmerksam gemacht.

Beim ersten Start eines privaten Fensters macht Firefox ab Version 67 auf die Änderungen aufmerksam. Quelle: Mozilla




