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Wettbewerb: Netfilter-Modul für Open DPI programmieren

Das Leipziger Unternehmen Ipoque hat einen Programmierwettbewerb für seine Traffic-Analyse-Software Open DPI ausgeschrieben. Den besten Open-DPI-Wrapper für Netfilter und seinen Bruder IPtables will es mit 500 Euro belohnen.

Kriterien für die Gewinner-Software sind Einfachheit, Nützlichkeit und Funktionalität. Der Gewinner-Code soll auf der Projektseite von Open DPI als GPL-Software gehostet werden. Interessierte bewerben sich bis 19. Juli formlos per E-Mail. Dieser Schritt ist zwingend, ansonsten nehmen ihre Einsendungen nicht Teil. Bis zum 19. August ist dann Zeit für die Einsendungen.

Zu den Bedingungen gehört, einen eigenständigen Wrapper-Patch zu schreiben, damit zukünftige Open-DPI-Versionen leicht damit zusammengehen. Außerdem soll der Vanilla-Kernel ohne weitere Patches Verwendung finden (für einen gepatchten Kernel braucht man "ernste" Gründe). In Frage kommen Kernel-Versionen ab 2.6.27. Die Software sollte sowohl für die 32-Bit- als auch für die 64-Bit-Ausführung von Netfilter brauchbar sein. Das ausschreibende Unternehmen Ipoque stellt aber noch höhere Ansprüche für den 500-Euro-Patch: Gewünscht ist eine "akkurate Dokumentation", die nicht nur eine Installationsanleitung enthält, sondern auch einen Anwender-Guide umfasst für Leute, die sich nicht mit C auskennen (wohl aber mit Netfilter beziehungsweise IPtables). Weitere Einzelheiten enthält die Wettbewerbsseite.

Die in C implementierte Software Open DPI ist eine im September 2009 quelloffen gemachte Komponente der kommerziellen Software für Protokoll- und Anwendungsklassifizierung (PACE) aus dem Hause Ipoque. Laut Herstellerangaben nutzt sie Deep Packet Inspection (DPI) und Verhaltensanalyse, um die im Traffic verwendeten Protokolle zu erkennen, selbst wenn sie Verschleierungs- und Verschlüsselungstechnologien einsetzen. Die unter LGPL veröffentlichte Open-Source-Version Open DPI erkennt allerdings keine verschlüsselten Protokolle (hier findet sich eine nähere Beschreibung).

(Anika Kehrer)
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