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Document Freedom Day: Ehrung für Auswärtiges Amt

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) und der Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII) haben Bundesaußenminister Frank Steinmeier und das Auswärtige Amt für ihren Einsatz für offene Standards geehrt.

Mit dem Document Freedom Day am 26. März 2008 wollten die Organisatoren auf die Bedeutung von offenem und freiem Zugang zu Dokumenten hinweisen. Als Symbol hierfür haben die Aktivisten dem IT-Strategen des Amtes, Rolf Schuster, stellvertretend eine Torte mit der DFD-Friedenstaube und ein Buch zur Mediengeschichte rund um Gutenberg überreicht. In der Begründung hierzu heißt es in dem Brief an Steinmeier: "Erneut erleben wir mit der Digitalisierung der Dokumente einen bedeutenden kulturhistorischen Moment: am Document Freedom Day wollen wir am Beispiel des Buchdrucks daran erinnern, wie wichtig die freie Verfügbarkeit und Verbreitung von Wissen für eine freiheitliche Gesellschaftsordnung sind." Das Auswärtige Amt verfolgt seit 2001 eine Open-Source-Strategie und setzt sich aktiv für offene Standards ein. Erst kürzlich hat der Bundesaußenminister die Schirmherrschaft über den LinuxTag 2008 übernommen; aktuell arbeiten die IT-Mitarbeiter daran, 11.000 Desktops der Behörde auf Linux zu migrieren (Linux-Magazin Online berichtete). Auf seiner Webseite schreibt das Amt: "Freier Zugang zu Information ist wichtig für die Entwicklung einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft. Offene Dokumentenstandards spielen hierfür eine wichtige Rolle. Das Auswärtige Amt bemüht sich konsequent um den Einsatz von Open Source Software."

Im Oktober 2007 übernahm die Behörde die Rolle als Gastgeber für die erste Internationale Open Document Format Anwender Konferenz. Das Open Document Format (ODF) ist ein freier Dokumentenstandard, der durch Internationale Standardisierungs Organisation (ISO) anerkannt ist. Im Begleitbrief zur Ehrung erscheint die Friedenstaube mit stilisierten Buchflügeln als Symbol über den Buchstaben ODF. Der Aktionstag liegt unmittelbar vor der Abstimmung für eine weitere ISO-Zertifizierung: Bis 29. März sollen in einem abgekürzten Verfahren die abstimmungsberechtigten Gremien über die Standardisierung des Microsoft-Dokumentenformats OOXML entscheiden. Auf seiner Webseite bezieht das Auswärtige Amt erneut Stellung zugunsten des freien Formats ODF. Hier heißt es: "Offene Standards stellen sicher, dass ein Dokument mit unterschiedlichen Programmen gelesen und verändert werden kann. Mit diesen Informationen über den Dokumentenstandard können Unternehmen darum konkurrieren, die benutzerfreundlichsten Programme zu schreiben. Und eben auch Software zu entwickeln, die alte Dokumente lesen kann. Damit eröffnet sich im Übrigen ein neuer Markt, und auch die heimische Wirtschaft, beispielsweise mittelständische Produktentwickler, kann profitieren."

(Britta Wülfing)
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