Die Entwickler von Drupal haben nach rund einem Jahr Entwicklungsarbeit die Version 6.0 des Content Management Systems freigegeben. Das GPL-lizenzierte System bietet in seiner neuen Ausgabe unter anderem Verbesserungen in Sachen Bedienung und Sicherheit.
Über 1600 einzelne Änderungen wurden in die Version eingefügt. Das schreiben die Entwickler in den Release Notes. Damit soll das Content Management System nun einfacher zu installieren und zu warten sein. Die Menüs lassen sich nun einfach per Drag&Drop verwalten. Ein neues Update-Status-Modul informiert über Sicherheitsupdates. Eine Überarbeitung erfuhr auch die Rechteverwaltung. Bei der Anmeldung unterstützt Drupal OpenID, das nun nicht nur als Modul, sondern fest in das System eingebunden wurde.
Schon zu Beginn der Installation können Anwender Sprachpakete laden und so das System von Anfang an in der gewünschten Sprache aufsetzen. Auch unerfahrene Anwender ohne Programmierkenntnisse sollen mit Drupal 6.0 automatische Reaktionen auf Ereignisse festlegen können. Alle neuen Funktionen beschreibt ein 29-minütiger Screencast vorgestellt. Einzelne Screencasts zeigen die Installation oder das Erstellen von Themes.
Das CMS Drupal wurde von Dries Buytaert erdacht und ursprünglich entwickelt. Mittlerweile hat das System eine sehr große Verbreitung erreicht und wird unter anderem von Warner Brothers Records, dem The New York Observer und auch Sony BMG eingesetzt. Es ist seit 2001 Open Source und steht unter der GPL. Drupal besteht aus einem Programmkern für die Grundfunktionalität und einer großen Anzahl an Modulen, die weitere Fähigkeiten bereitstellen. Von anderen ähnlichen Systemen hebt sich Drupal durch seinen Community-Gedanken ab: Das System hat den Anspruch, soziale Netze zu fördern. Hinter Drupal steht die Drupal Association, ein Verein, der die Server bereitstellt, die Markenrechte verwaltet und Konferenzen organisiert.
Version 6.0 von Drupal kann ab sofort vom FTP-Server des Projekts heruntergeladen werden. Für den Betrieb sind PHP4 oder PHP5 sowie eine Datenbank wie MySQL vonnöten.



