Mini-Distribution Puppy Linux 3.0 erschienen

Die nur rund 100 MByte große Distribution Puppy Linux bringt in der neuen Version nützliche Änderungen in den Boot-, Konfigurations- und Shutdownskripten mit.

USB-Tauglichkeit beim Wort genommen: Puppy begrenzt in Version 3.0 die Sicherungen vom RAM auf den Flash-Speicher auf ein Mal alle 30 Minuten. Durch die gesunkene Anzahl von Schreibzugriffen soll der Flash-Speicher länger leben. Der Paketmanager Petget kann jetzt die Installation großer Pakete direkt in die pup_save-Datei vornehmen. Vermieden wird so, dass man neu starten muss, weil der Speicher voll läuft. Weiterhin kommt das Init-Skript nun mit deutlich mehr Boot-Parametern zurecht. Einzelheiten sind den Release-Notes zu entnehmen.

Puppy-Entwickler Barry Kauler verweist insbesondere auf die binäre Kompatibilität zu Slackware 12 durch Glibc 2.5, Gcc 4.1.2 und Gtk 2.10.13: “Die meisten Bibliotheken von Puppy kommen nun von Slackware.” Damit lässt Puppy-Linux sich durch Slackware-Pakete erweitern, ohne dass die Distribution zu einem Slackware-Klon mutiere. Puppy Linux scheint seinen Namen im übrigen seiner Größe zu verdanken: Es ist nur rund 100 MByte groß und eignet sich deswegen gut für den Einsatz auf USB-Sticks.

Neben dem neuen Puppy-3.0-ISO mit dem Kernel 2.6.21.7 bietet das Entwickler-Team ein “Retro”-Puppy mit einem älteren Kernel in Version 2.6.18.1 zum Download an. Interessierte können weiterhin die Puppy-Entwicklungsgeschichte im Blog von Kauler mitverfolgen.

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