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Zweite Alpha von Opensuse 11.1

Das Opensuse-Projekt hat die zweite Vorabversion von Opensuse 11.1 veröffentlicht. Wie für ein Alpha-Release üblich stecken darin noch ein paar gröbere Bugs, die Installation sollte aber klappen.

Wer die zweite Alpha testen will, muss bei der Installation je nach Rechnerarchitektur zwei Hürden überwinden. So wählt der Installer in der Grundkonfiguration das Failsafe-System aus, man muss deshalb im Startbildschirm von Hand den Eintrag "openSUSE 10.0.42 - 2.6.26-14" auswählen. Bei der 64-Bit-Variante funktioniert die Installation über die Image-Dateien nicht, weil diese korrupt sind. Hier muss man im Übersichtsbildschirm vor der Installation die Abbild-basierte Installation ausschalten.

Auch mit den Live-CDs hat es diesmal nicht richtig geklappt, die Abbilddateien sind zu groß und passen nicht auf eine CD, es stehen deshalb nur die Torrent-Dateien zu den DVD-Images und die Deltas zum Download bereit. Opensuse 11.1 erscheint laut Fahrplan am 18. Dezember 2008, die erste Beta-Version ist für den 18. September geplant.

Während die Entwicklung an Opensuse 11.1 nach Plan voranschreitet, plant man auf der Factory-Liste an einem neuen Repository. Viele Community-Mitglieder sind mit der Struktur, wie Pakete aus dem Opensuse-Build-Service angeboten werden, nicht zufrieden. Zudem gibt es oft Pakete innerhalb des Build-Services doppelt oder auch in anderen Repositories, die Qualität der einzelnen Pakete ist aber sehr unterschiedlich. Dass sich viele wichtige Pakete in home:-Repos befinden, erschwert die Installation ebenfalls.

Einige Mitglieder aus der Community planen deshalb ein Contrib-Repository, das ein Bindeglied zwischen Factory (von Novell offiziell unterstützte Pakete) und den Paketen von Drittanbietern bilden soll. Wie bei Debian sollen einzelne Community-Mitglieder darüber entscheiden, welche Pakete in Contrib aufgenommen werden sollen und welche nicht. Gleichzeitig sollen auch Pakete, die bislang zu Factory gehörten in das Contrib-Repository verschoben werden, um den Paketstamm möglichst kompakt zu halten.

Ob das neue Repository mit Opensuse 11.1 bereits seinen Einstieg feiern kann, steht noch nicht fest, die OpenSuse-Projektleiter haben bereits ihre Zustimmung gegeben, jetzt liegt der Ball bei der Community.

(Marcel Hilzinger)
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