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Ubuntu: Erste Beta für Lucid Lynx

Einen Tag später als geplant trudelte die erste Beta-Version von Ubuntu 10.04 LTS ein. Vor allem optisch haben die Entwickler am neuen Ubuntu geschraubt, Probleme gibt es mit proprietären Grafikkarten-Treibern.

Im Vergleich zur Alpha 3 bringt die erste Beta-Version vor allem Änderungen am Design mit. Der neue Look von Ubuntu 10.04 wurde bereits vorgestellt, das Knöpfchen-Problem auch ausreichend erörtert. Die Beta-Versionen von Ubuntu gelten generell als etwas stabiler als die Alphas, für Produktivsysteme sollte man sie dennoch nicht einsetzen, da auch in der Beta-Phase mit dem System noch einiges schief laufen kann.

Neu in der Beta ist der Kernel 2.6.32-16.25, die Versionen von Gnome und KDE haben sich nicht geändert. Bis zuletzt gefeilt wurde an der "Boot Experience", was sich mit Boot-Eindruck nur schlecht übersetzen lässt. Insgesamt soll der Bootvorgang nicht nur schneller ablaufen, sondern auch hübscher aussehen. Die Benachrichtigungsfunktion haben die Entwickler verbessert und auf weitere Programme ausgedehnt. Jeder einzelne Ordner lässt sich nun zudem im Netzwerk freigeben und auf Wunsch mit Ubuntus halb-kommerziellen Dienst Ubuntu One synchronisieren.


Ordner lassen sich nun einzeln im Netzwerk freigeben.

Apropos Ubuntu One: In Rhythmbox ist mittlerweile ein Eintrag für den Ubuntu One Music Store gelandet. Die Anwendung setzt voraus, dass man vorher den MP3-Support installiert (etwa über das Paket "ubuntu-restricted-extras"). Außerdem benötigt man einen Ubuntu-One-Account. Zu sehen war im Test allerdings nur der Schriftzug: "The Ubuntu Music Store is comming soon" - noch befindet sich der Laden offenbar in einem geschlossenen Beta-Test.

Wie immer zählt die Ankündigung auch Haken und Ösen auf: Nvidias proprietärer Installer funktioniert zur Zeit nicht. Der proprietäre ATI-Treiber läuft auch noch nicht. Die Bibliothek libmysqlclient16 sollte aus Sicherheitsgründen deinstalliert werden, sie wurde mit einer frühen Alpha-Version eingespielt. Anwender des OpenLDAP-Servers sollten aufgrund einiger Fehler vor einem Update von 8.04 auf 10.04 noch auf die Beta 2 warten. Xubuntus Desktop bringt noch keinen automatischen Sprachsupport mit - man muss die Sprache manuell auswählen. Nicht zuletzt funktioniert die Installation von Kubuntu nur über den Umweg des Live-Desktops. Weitere Details verrät die Ankündigung der Beta.

Wer einen Blick auf diese riskieren will, wird unter folgenden Adressen fündig:

http://releases.ubuntu.com/releases/10.04/ (Ubuntu Desktop und Server)
http://uec-images.ubuntu.com/releases/10.04/beta-1/ (Ubuntu Server für UEC and EC2)
http://releases.ubuntu.com/kubuntu/releases/10.04/ (Kubuntu Desktop und Netbook Remix)
http://cdimage.ubuntu.com/xubuntu/releases/lucid/beta-1/ (Xubuntu)
http://cdimage.ubuntu.com/edubuntu/releases/lucid/beta-1/ (Edubuntu)
http://cdimage.ubuntu.com/mythbuntu/releases/lucid/beta-1/ (Mythbuntu)
http://cdimage.ubuntu.com/ubuntustudio/releases/lucid/beta-1/ (Ubuntu Studio)

(Kristian Kißling )
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Kommentare (1)
von
Daniel,
22.03.2010 12:01
gut?
wie die Vergangenheit gezeigt hat, ist nicht jede neue Ubuntu-Version auch gut. Nach 9.10 bin ich zur Zeit eher vorsichtig. Meine Lieblingsversion ist 9.04, die noch bis Okt. 2010 Updates erhält...