Open Source im professionellen Einsatz

Ubuntu 14.10 veröffentlicht

24.10.2014

Canonical hat offiziell die neue Version seiner Distribution freigegeben. Die Neuerungen halten sich allerdings in Grenzen: Im Wesentlichen bringt Ubuntu 14.10 die Programmpakete auf ihren aktuellen Stand.

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o nutzt die neue Version den Linux-Kernel in Version 3.16. Die Benutzeroberfläche Unity 7.3 hat zahlreiche Fehlerkorrekturen erfahren und kommt ab sofort besser mit hochauflösenden Bildschirmen zurecht (HiDPI). Als Init-System kommt weiterhin Upstart zum Einsatz, Anwender können aber bereits Systemd nachinstallieren.

Ubuntu 14.10 bringt LibreOffice 4.3 mit. Der Browser Firefox klettert auf Version 33, Chrome liegt in Version 38 bei. Über Chrome sollen sich auch Netflix-Videos streamen lassen. Nach dem Standard IPP Everywhere arbeitende Drucker kann Ubuntu 14.10 automatisch identifizieren und einbinden. Auf Wunsch emuliert Ubuntu auch entsprechende Drucker. Den Unterbau für viele Programme bilden die Bibliotheken Gtk 3.12 und Qt 5.3. Nachdem der Display-Server Mir um gleich mehrere Versionen verschoben wurde, nutzt Ubuntu 14.10 weiterhin das X11-System, das X.org in der Version 1.16 stellt. Das Sicherheitsframework AppArmor beschränkt ab sofort auch den Zugriff auf Unix-Sockets.

Ubuntu Server enthält OpenStack in Version 2014.2 (alias Juno), libvirt 1.2.8, Qemu 2.1, LXC 1.1 und Docker 1.2. Das Orchestration-Tool Juju haben die Entwickler auf Version 1.20.10 aktualisiert.

Die neue Ubuntu-Version stellt Canonical wie immer als 32- und 64-Bit-Variante zum Download bereit. Neben der Desktop- und der Server-Variante gibt es noch die speziellen Fassungen Ubuntu Cloud Server (für den Einsatz in Cloud-Umgebungen), Ubuntu Netboot (für die Installation über das Netzwerk) und Ubuntu Core.

Aufgrund von Änderungen in Syslinux kann man zum Erstellen eines USB-Sticks nicht den Usb-Creator aus Ubuntu 14.04 und früheren Versionen verwenden. Umgekehrt sollen sich mit dem Usb-Creator aus Ubuntu 14.10 keine früheren Ubuntu-Versionen auf einen USB-Stick schreiben lassen.

Auch die offiziellen Ubuntu-Derivate liegen ab sofort in Version 14.10 vor, darunter Ubuntu Gnome, Kubuntu, Lubuntu und Xubuntu. Die Projekte haben allerdings teilweise ihre Internetseiten noch nicht aktualisiert, über die Download-Server lässt sich die neue Version aber bereits beziehen.

Im Gegensatz zur Vorversion ist Ubuntu 14.10 kein LTS-Release mit Langzeitunterstützung.

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