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Studie: Open-Source-Datenbanken beliebt in Unternehmen

Einer aktueller Studie des Datenbankanbieters EnterpriseDB zufolge haben 85 Prozent der Unternehmen keine Bedenken gegen den Einsatz von Open-Source-Datenbanken. Wenn sie diese dennoch nicht nutzen, liegt das meist an mangelndem Fachwissen im Haus.

Das US-amerikanische Unternehmen bietet Produkte und Dienstleistungen rund um die freie Datenbank PostgreSQL an. Ein Schwerpunkt der Fragen in der hauseigenen Studie zu Open-Source-Datenbanken lag folglich auf diesem Projekt. Befragt wurden hierzu im Juni 2008 leitende IT-Mitarbeiter aus 500 Unternehmen. Übergreifende Erkenntnis: 85 Prozent der Studienteilnehmer sagten, dass in ihrem Unternehmen keine Bedenken gegen den Einsatz einer Open-Source-Datenbank vorliegen. Neun Prozent der Befragten würden kommerziellen Datenbanken den Vorzug gegenüber der freien Variante geben. Unter denen, die Open-Source-Datenbanken nutzen, gaben 83 Prozent an, damit "sehr gute Erfahrungen" gemacht zu haben, drei Prozent sind hingegen nicht zufrieden. Obwohl der Studie zufolge die kommerziellen Datenbankhersteller in den Unternehmen gut vertreten sind, sollen die Open-Source-Produkte bei einer nicht genau bezifferten "Mehrzahl" der Befragten Microsoft SQL und Oracle ablösen.

Als Hauptgrund für die Entscheidung zugunsten freier Datenbanken nannten 31 Prozent der IT-Leiter die Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit von Open-Source-Datenbanken, gefolgt von einfacher Bedienbarkeit (23 Prozent), und für 22 Prozent ist die Zuverlässigkeit das wichtigste Kriterium. Dies ist gleichzeitig für 37 Prozent der Befragten der wichtigste Grund, der gegen den Einsatz der freien Software spricht. Noch häufiger als Hinderungsgrund genannt wurde mangelndes Wissen im Unternehmen, wie 52 Prozent der IT-Manager angaben. Sorgen um die Leistungsfähigkeit der Datenbanken standen an letzter Stelle. Trotz der Wissenslücken im eigenen Haus nehmen vergleichsweise wenige Firmen professionelle Hilfe in Anspruch: Nur 17 Prozent der Befragten gaben an, für Support oder Nutzung der Datenbanken zu bezahlen.

Zum konkreten Einsatz der Datenbanken brachte die Studie in Erfahrung, dass Linux die Plattform der Wahl für 76 Prozent der Datenbankinstallationen ist, 26 Prozent laufen auf Windows, gefolgt von OS X und Solaris auf dem dritten Platz, während AIX und HP-UX die letzten Plätze einnehmen. Auch zur Datenbankgröße hat der Report Erkenntnisse: Nur zwei Prozent der Nutzer haben Open-Source-Datenbanken mit mehr als einem Terabyte, bei rund sechs Prozent beanspruchen die Daten zwischen 100 und 500 Gigabyte und die große Mehrheit von 87 Prozent bescheidet sich mit maximal 50 Gigabyte. Wenn Unternehmen eigene Applikationen für die Datenbanken schreiben, sind der Studie zufolge PHP und Java die bevorzugten Programmiersprachen mit 50 und 32 Prozent, Perl und C++ lagen mit sieben Prozent gleichauf in der Beliebtheitsskala und Ruby nutzen demzufolge knapp fünf Prozent der Befragten.

Der Studienherausgeber EnterpriseDB wollte von den Unternehmen speziell mehr zur Geschäftsgrundlage des Unternehmens erfahren, unter anderem warum sie sich für die freie Datenbank PostgreSQL entscheiden. Das Ergebnis: 38 Prozent der Befragten sehen als besondere Stärke von PostgreSQL den Einsatz in transaktions-intensiven Applikationen, ebenso viele befinden die Software für besonders zuverlässig.

(Britta Wülfing)
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