Open Source im professionellen Einsatz

Stormy Peters wechselt von Gnome zu Mozilla

02.11.2010

Stormy Peters tritt bei der Gnome Foundation von ihrem Posten als Executive Director zurück und heuert bei Mozilla an.

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Bei Mozilla wird Stormy Peters das Developer Engagement Programm leiten und sich dort für das offene Web einsetzen, wie sie in ihrem Blog wissen lässt. Die Gnome Foundation hatte Peters 2008 angeworben.

Peters blickt nach eigenem Bekunden bei der Gnome Foundation auf zwei erfolgreiche Jahre zurück. Während dieser Zeit seien die Einkünfte von investierenden Firmen und Privatpersonen auf das Doppelte angewachsen, so Peters. Es habe große technische Fortschritte auf zahlreichen Hackfests gegeben, und Gnome 3.0 sei auf einem guten Weg. Zudem seien das Marketing-, Sysadmin- und das Travel-Team aufgestockt worden.

Peters schreibt von einem Abschied mit schwerem Herzen, allerdings sei das Angebot, bei Mozilla am Open-Web zu arbeiten, zu verlockend gewesen. Sie verspricht weiterhin für Gnome da zu sein, was etwa Marketing-Aktivitäten oder Firmenkontakte betreffe. Außerdem werde sie noch dabei helfen, ihren Nachfolger zu finden. Die Bedenken, dass das von ihr voran getriebene Fundraising nun zusammenbrechen werde, versucht Peters zu zerstreuen: Gnome stehe auf einer soliden finanziellen Basis, auf die der nachfolgende Exekutive Director aufbauen könne. Denn letzten offiziellen Arbeitstag kündigt Stormy Peters für das kommende Wochenende beim Gnome Boston Summit an.

Gnome hat derzeit an einigen Problemen zu knabbern. So kündigte Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth unlängst an, bei Ubuntu auf den Unity-Desktop statt einem kompletten Gnome zu setzen. Das ursprünglich für Netbooks entwickelte Unity ist zwar ebenfalls Gnome-basiert, die Entscheidung ist dennoch für Gnome schwer verdaulich, weil das Projekt mit der Gnome Shell ein vergleichbares Produkt anbietet. Zudem dauern die Arbeiten an Gnome 3.0 länger als erwartet und das Releasse wurde um ein halbes Jahr auf März 2011 verschoben. Andererseits bekannte sich Mozilla wiederholt zu Gnome, etwa jüngst zu dessen Accessibility-Software.

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