Soho-Server für Ubuntu geplant

Ubuntu-Entwickler beraten auf dem UDS in Sevilla über den neuen Business-Server. Links im Bild Søren Hansen, rechts Alan Pope.

Auf dem Ubuntu Developer Summit (UDS) in Sevilla stellte die Entwickler-Community hinter Ubuntu die Weichen für die nächste Release (Gutsy Gibbon). Die soll erstmals einen Server für kleine Unternehmen und das Heimbüro an Bord haben.

Der Neue hört zur Zeit noch auf den Namen Ubuntu Easy Business Server oder “Sohobuntu”. Der Vorschlag geht auf den Dänen Søren Hansen zurück, der an der Universität Aalborg Mathematik und Informatik studiert. Er hatte seinen Pläne zuvor bei Googles Summer of Code 2007 eingereicht und wurde dort angenommen. Ubuntus Business-Server soll in kleinen Unternehmen zum Einsatz kommen. Die Priorität liegt auf der einfachen Benutzbarkeit: Häufig, so Hansen im Gespräch mit Linux-Magazin Online, würden sich hauptberufliche Windows-Administratoren auf Linux-Servern mit den zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten der verschiedenen Business-Lösungen plagen. Oft wüssten sie nicht, was sich hinter den einzelnen Punkten und Optionen verbirgt. Ihnen soll “Sohobuntu” das Leben erleichtern. Ein Webinterface zeigt die Funktionen als aufgeräumtes GUI anzeigen und das Netzwerk durch so als visuelles Interface abbilden. Administrator müsse sich im Zweifelsfall nicht mehr mit den Grundlagen von Netzmasken oder Gateways beschäftigen.

Ubuntu-Entwickler beraten auf dem UDS in Sevilla über den neuen Business-Server. Links im Bild Søren Hansen, rechts Alan Pope.

Ubuntu-Entwickler beraten auf dem UDS in Sevilla über den neuen Business-Server. Links im Bild Søren Hansen, rechts Alan Pope.

Mit vernünftigen Default-Werten soll der Server es zudem ermöglichen, von Anfang an ein flexibles System aufzubauen, das auch steigenden Ansprüchen gerecht wird. Ein modularer Aufbau soll für eine kontinuierliche Erweiterung des Servers sorgen, regelmäßige Updates inklusive.

Die einfache Oberfläche soll Technologien enthalten, wie sie auch in hochwertigen Servern zum Einsatz kommen. Neben LDAP-Unterstützung und Kerberos-Authentifizierung darf der IT-Beauftragte LVM und Samba-Shares nutzen. Auch ein ausgefeiltes Benutzer- und Gruppenmanagement darf laut Hansen nicht fehlen. Was davon bis zur Release von Gutsy Gibbon verwirklicht werden kann, darüber gehen die Meinungen auseinander. Als Hauptziel nannte Hansen die Entwicklung eines Print- und Fileservers sowie eines Frameworks für die einfache Administration. Das hält auch Ubuntu-Entwickler Alan Pope, der sich schon länger für eine Business-Software einsetzte, für gut machbar. Eine ausführliche Spezifikation listet ein Wiki in Ubuntus Launchpad auf.

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