Open Source im professionellen Einsatz

SCO verliert erneut

31.03.2010

Im jahrelangen Rechtsstreit der Firma SCO mit diversen Unternehmen um Unix-Rechte, die indirekt auch Linux betreffen, hat ein Gericht in Utah jetzt ein so genanntes Verdikt ausgesprochen: Die fraglichen Unix-Copyrights gehören Novell.

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In einer kurzen Mitteilung zeigt sich Novell erfreut über den Richterspruch und nennt die Entscheidung einen Gewinn auch für Linux und die Open-Source-Community.

Bereits 2008 hatte ein Gericht Novell die betroffenen Rechte an Unix zugesprochen. SCO war gegen dieses Urteil in Berufung gegangen. Wie gewohnt ist die auf juristische Fragen rund um Open Source spezialisierte Website Groklaw für Hintergrundinformationen zum Urteil eine gute Anlaufstelle.

Das Unternehmen SCO hatte im vergangenen Jahr Insolvenz angemeldet, nachdem es mehr oder minder jahrelang Prozesse geführt hatte, unter anderem auch gegen IBM. Die Klage gegen Big Blue im Jahr 2003 markierte den Anfang der Verfahrenswelle.

Ob mit dem Verdikt den verwickelten Prozessen, die SCO als vermeintlicher Inhaber von Rechten an Unix und sonstiger Software geführt hat, ein Ende gesetzt ist, ist dennoch fraglich. Einem Bericht der Salt Lake Tribune zufolge denkt SCO über die Wiederbelebung der Klage gegen IBM nach.

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