Q3 2009: Bladeserver und x86-Plattform führen Servermarkt an

Hersteller-Ranking in Q3 2009: IBM schiebt sich im Vergleich zu vor einem Jahr 2008 einen Hauch vor HP und Sun erleifet die größten Einbußen. Quelle: IDC

Mit 1 Prozent Wachstum lassen die Bladeserver alle anderen Segmente hinter sich, die einmal mehr Einbrüche wegsteckten. Doch IDC sieht Licht am Ende des Tunnels: Seit dem schwarzen Ende von 2008 zeigt die Umsatzkurve auf dem weltweiten Servermarkt überhaupt einmal wieder nach oben .

Verglichen mit 2008 sanken die Umsätze des weltweiten Servermarkts im dritten Quartal 2009 wieder, und zwar um 17 Prozent auf zehneinhalb Milliarden. Damit sind die Umsätze nun seit fünf Quartalen rückläufig. Auch die verkauften Stück brachen um 18 Prozent ein. Verkäufer von Massenmarkt-Servern schneiden mit 15 Prozent Umsatzeinbußen am besten ab, am schlechtesten Hersteller von mittelgroßen Enterprise-Systemen mit mehr als 23 Prozent Einbußen.

IDC legt aber das Augenmerk darauf, dass der Negativtrend sowohl beim Umsatz als auch bei der Stückzahl nur halb so schlimm (anders gesagt, doppelt so gut) wie im vorangegangenen Quartal ausfällt. Im zweiten Quartal waren beide Kennzahlen um rund 30 Prozent geschrumpft. Die Marktbeobachter werten die neuesten Zahlen also positiv: Der Umsatz stieg erstmals überhaupt seit dem vierten Quartal 2008, und die Zahl der verkauften Server legte um etwa 12 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Diese Stückzahl, so die Begründung, markiere das stärkste Wachstum überhaupt zwischen zwei Quartalen seit 2005.

Hersteller-Ranking in Q3 2009: IBM schiebt sich im Vergleich zu vor einem Jahr 2008 einen Hauch vor HP und Sun erleifet die größten Einbußen. Quelle: IDC

Hersteller-Ranking in Q3 2009: IBM schiebt sich im Vergleich zu vor einem Jahr 2008 einen Hauch vor HP und Sun erleifet die größten Einbußen. Quelle: IDC

Linux baute seinen Marktanteil an den Servern wieder um einen Zehntel Prozentpunkt auf fast 15 Prozent aus. 1,5 Milliarden Dollar verdienten Hersteller und Händler mit Linux-Servern im dritten Quartal 2009. Das sind 200 Millionen mehr als im zweiten Quartal, aber immer noch 13 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz bei Unix-Servern ging hingegen mit knapp 2,8 Milliarden Dollar gegenüber dem vorangegangenen Quartal etwas zurück, was im Vergleich zu 2008 ein knappes Viertel weniger Einnahmen bedeutet. Der Marktanteil beträgt hier nur noch knapp 27 Prozent. Den größten Anteil am Umsatz halten im Q3 2009 mit 4,5 Milliarden Dollar die Windows-Maschinen, die aber gegenüber 2008 mit knapp 13 Prozent den gleichen Rückgang verzeichnen wie Linux-Server.

Der Umsatz mit x86-Prozessorplattformen wuchs im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um fast 20 Prozent, verzeichnet aber immer noch gut 12 Prozent weniger Umsatz als im dritten Quartal 2008. Als einsame Spitze aller Wachstumszahlen macht IDC die Bladeserver aus: Gegenüber dem Vorjahr spülten sie doch tatsächlich ein gutes Prozent mehr in die Kassen – obwohl 14 Prozent weniger Maschinen auf die Reise gingen. Das ist das dritte wachsende Quartal in Folge und seit sechs Monaten das allererste Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Marktforschungsunternehmen führt den Blade-Erfolg auf Kosteneffizienz mit fortschrittlicher Prozessortechnologie (Intel Nehalem) zurück sowie auf die Möglichkeit, mehr RAM zu verbauen: Die Käufer nutzen das für neue virtuelle Umgebungen, lautet die Mutmaßung. Blades und Virtualisierung sieht IDC derzeit als Zugpferd im Rechenzentrum der Zukunft.

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