Eine neue Rechnerfamilie, die die bisherige i- und p-Serie zusammenführt, hat IBM jetzt der Öffentlichkeit präsentiert.
Die ersten vorgestellten Modelle basieren auf der Power6-CPU und reichen vom Blade-Rechner bis zum High-End-System.
Das Flagschiff – IBM Power 395 – kann mit bis zu 64 Prozessor-Kernen ausgerüstet werden, die das System mit 5 GHz taktet. Je acht CPUs sind in einem so genannten Buch zusammengefasst, das mit jedem anderen Buch direkt verbunden ist, was gegenüber einer Lösung mit Switch-Architektur eine verbesserte Skalierbakeit garantieren soll. Insgesamt lassen sich 4 TByte Hauptspeicher adressieren. Der Rechner eignet sich für Business-Applikationen wie SAP, Data Warehouses und ähnliche Anwendungen.
Für rechenintensive Workloads wie Simulationen oder wissenschaftliche Berechnungen ist ein naher Verwandter, das System p575, zuständig. Dieser wassergekühlte Hochleistungsrechner, der für den Einsatz in Rechenzentren für High Performance Computing (HPC) gedacht ist, kann knapp 450 Prozessorkerne in einem einzelnen Rack zusammenführen. Die Rechenleistung liegt bei 800 GFlops/sec. Das erste wassergekühlte IBM-System seit 1995 erreicht durch die hohe Packungsdichte eine dreimal höhere Energieeffizienz als traditionell luftgekühlte Systeme.
Im Mittelfeld siedelt IBM das Modell p570 an, dass die beiden gleichnamigen Modelle der i- und p-Serie zusammenführt, im Einstiegsbereich warten neue Blade-Systeme auf Kunden. Alle Modelle der neuen Rechnerfamilie laufen sowohl unter AIX, IBM System i wie auch unter Linux. Im Bedarfsfall lassen sich virtuell und, dank eines speziellen Software-Layers, auch x86-Linux-Anwendungen ausführen. IBM will seinen Kunden damit eine größtmögliche Flexibilität und Skalierbarkeit bieten.



