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Opensuse ruft zur Vorstands-Wahl

Bis zum 24. September erwerben Opensuse-Mitwirkende per Mitgliedschaft das Wahlrecht oder stellen sich selbst zur Wahl. Das freie Linux-Projekt von Novell wählt im Oktober zum ersten Mal seinen Vorstand selbst.

Die Wahlzeit ist in mehrere Phasen unterteilt. Bis 24. September kann jeder, der zu dem Opensuse-Linux Software, Übersetzungen, Bugreports oder andere Unterstützung beigesteuert hat, das aktive und passive Wahlrecht erwerben. Zwischen dem 25. September und 6. Oktober führen die Bewerber um ein Amt ihre Wahlkampagnen. Kommunikationskanäle sind Blogeinträge, Interviews mit dem Opensuse-Newsteam und eine moderierte IRC-Fragerunde. Die eigentliche Wahl treffen die Opensuse-Mitglieder zwischen dem 9. und 23. Oktober 2008.

Den Opensuse-Vorstand alias Opensuse Board gibt es seit einem Jahr. Seine Mitglieder hatte Novell selbst ernannt. Jetzt sollen die Community-Mitglieder vier Personen des fünfköpfigen Vorstands wählen, wovon zwei bei Novell angestellt sind und zwei nicht. Novell behält sich vor, den Vorstandspräsidenten selbst zu ernennen. Aufgabe des Vorstandes ist nach Aussage des neuen Community-Managers nicht, in die Software-Entwicklung einzugreifen, sondern das Projekt durch Hilfe und Leitung zu unterstützen. Das Projekt nimmt sich für seine erste Vorstandswahl die Fedora- und Debian-Wahlen als Vorbild, auf die sie auf der Wahlseite verlinken. Die Seite enthält auch einen Überblick der bisherigen Kandidaten.

Für die Opensuse-Mitgliedschaft ist ein Mitgliedsantrag nötig, den eingeloggte Account-Inhaber bei Users.opensuse.org per Webformular stellen. Der erste Schritt ist also ein Account. Dann sollte man Argumente zur Hand haben, was man zur Community beigesteuert hat. Die Anträge müssen erst vom jetzigen Vorstand angenommen werden, daher rufen die Wahlleiter auf, sich möglichst frühzeitig zu bewerben. Die Mitgliedschaft bei Opensuse bringt unter anderem eine Opensuse-Mailadresse mit sich, ist kostenfrei und kann per Mail beendet werden. Die Mitglieder sind öffentlich gelistet.

(Anika Kehrer)
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