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Open Suse 12.2 verspätet: Entwickler wollen Release-Prozess überdenken

14.06.2012

Open Suses Release-Manager Stephan Kulow hast die Projektmitglieder der Linux-Distribution informiert, dass sich RC 1 und die fertige Version 12.2 verschieben werden.

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In seiner E-Mail schreibt Kulow, die derzeitige Verspätung sei eine gute Gelegenheit, den Release-Prozess zu überdenken. Die gewachsene Anzahl der Pakete im Factory-Zweig habe neue Probleme mit Abhängigkeiten gebracht, fährt er fort: Nie habe es in der Entwicklung von Open Suse 12.2 weniger als 100 Pakete mit dem Status "rot" gegeben.

Kulow regt daher an, mehr Mitarbeiter in die Integrationsarbeit einzubeziehen. Zudem soll es mehr Staging-Projekte geben, die Software zur Reife bringen, und weniger Entwicklungsprojekte. Als Konsequenz des gestiegenen Aufwands schlägt er vor, entweder die festen Release-Termine abzuschaffen oder nur noch einmal im Jahr einen neue Version zu veröffentlichen. Er lädt die Community zu einer offenen Diskussion ein, um eine neue Vorgehensweise zu entwickeln.

Update: Jos Poortvliet, Community-Manager von Open Suse, hat einen Blogeintrag zum Thema veröffentlicht. Im Zusammenhang mit den kaputten Paketen spricht er von einem Broken-Window-Problem: Je mehr bereits kaputt sei, desto weniger kümmerten sich die Leute darum. Am 11. Juli werde es keine Open Suse 12.2 geben, schreibt Portvlieet. Ein neuer Termin ist noch nicht in Sicht.

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