ODF Alliance: Microsoft-Support für ODF mangelhaft
20.05.2009
Die Open Document Format (ODF) Alliance hat geprüft, ob Microsoft mit dem Service Pack 2 für Office 2007 das Versprechen der Kompatibilität mit dem freien Dokumentstandard einlöst. Das Ergebnis gibt wenig Grund zur Hoffnung.
Die Organisation sieht die Umsetzung als Nagelprobe für die Ernsthaftigkeit von Microsoft in Bezug auf Interoperabiliät, und diesen Test hat das Unternehmen in ihren Augen nicht bestanden: „Unglücklicherweise wurden schwerwiegende Mängel in Microsofts Support für ODF festgestellt", so Marino Marcich, Geschäftsführer der ODF-Alliance. "Eine Reihe von Basistests zwischen Microsoft Office 2007 und verschiedenen Softwarepaketen mit ODF-Support haben gezeigt, dass das Niveau der Interoperabilität weit hinter dem zurückbleibt, was Regierungen rund um den Globus verlangen", sagt Marcich. So hätten selbst grundlegende Tabellenkalkulationsfunktionen wie Additionen nicht funktioniert, aber auch Seitenzahlen, Diagramme und andere Objekte seien bei den Tests nicht übernommen worden.
Auch der Standardsaktivist Rob Weir war bei einer ersten Prüfung von Excel 2007 mit dem Service Pack 2 zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen. Nicht nur der IBM-Mitarbeiter vermutet Methode, auch Pamela Jones von der Juristenplattform Groklaw kommt zu einem ähnlichen Schluss: "Ich habe den Verdacht, dass Herstellerabhängigkeit in den Augen von Microsoft nicht Bug ist, sondern Feature." Ihrer Meinung nach hat das Unternehmen kein ernsthafte Absicht, daran etwas zu ändern, und sie bedauert die Regierungsmitarbeiter, die sich um echte Interoperabilität in der elektronischen Kommunkation mit Bürgern bemühen. Mit dem Service Pack 2 für Microsoft Office 2007 sieht auch der ODF-Alliance-Chef Marcich dieses Ziel gefährdet: "Wenn womöglich Millionen von ODF-Files in Umlauf gebracht werden, die nicht interoperabel und inkompatibel mit dem ODF-Support von anderen Herstellern sind, ist das ein Patentrezept für Zersplitterung."
Auf der Webseite der ODF Alliance stellt die Testergebnisse in einem Fact Sheet (PDF) zur Verfügung.
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MS hat und wird immer Alles bekämpfen, was die Monopolstellung bekämpft.
Sie haben Netscape plattgemacht und nichts für die Weiterntentwicklung des
Internet getan. Sie haben jede Verwendung von "Fremdprogrammen" im OS
mit Fehlermeldungen und absichtlichen Inkompatibilitäten begleitet. Dies ist
bereits zum Ende der Amtszeit von Clinton in kartellrechtlichen Prozessen in
den USA anhand von E-Mail Anweisungen eines gewissen Bill Gates festge-
stellt worden. Keine der wegweisenden neuen Apps wie JAVA, Flash oder pdf
sind von denen mitgedacht, geschweige denn initiert worden. Es wurde und
wird jede Öffnung bekämpft. Es gibt (noch) zu viele, die an diesem System
mitverdienen. Auf Unterstützung von MS zu warten ist sinnlos. Eher wird die
Hölle kalt. Die Marktmacht kann nur durch plattformunabhägige Alternativen,
die sich am Markt abseits von MS Einflussnahmemöglichkeiten durchsetzen
gebrochen werden. So banal es vielleicht klingt, aber die ersten Kerben sind
schon geschlagen. Linux mit dem Konzept seiner offenen Programmierum-
gebung und kostenloser Verteilung ist die eine Seite. Apple, angefangen beim
iPod mit iTunes, dem iPhone mit seinen kommunikativen Möglichkeiten und
dem daran hängenden OS die andere, kostenpflichtige Seite. Solange aber
Applikationen und Anwendungen in der Masse auf Windows basieren und
Hersteller peripherer Geräte dies ausschließlich unterstützen, wird es noch
ein langer Kampf sein. In diesem Sinne kann man nur hoffen, daß sich eine
wie auch immer geartete Patentierung von Softwarebestandteilen nie durch-
setzen möge.
apfelputzer,
06.07.2009 06:19
Sie haben Netscape plattgemacht und nichts für die Weiterntentwicklung des
Internet getan. Sie haben jede Verwendung von "Fremdprogrammen" im OS
mit Fehlermeldungen und absichtlichen Inkompatibilitäten begleitet. Dies ist
bereits zum Ende der Amtszeit von Clinton in kartellrechtlichen Prozessen in
den USA anhand von E-Mail Anweisungen eines gewissen Bill Gates festge-
stellt worden. Keine der wegweisenden neuen Apps wie JAVA, Flash oder pdf
sind von denen mitgedacht, geschweige denn initiert worden. Es wurde und
wird jede Öffnung bekämpft. Es gibt (noch) zu viele, die an diesem System
mitverdienen. Auf Unterstützung von MS zu warten ist sinnlos. Eher wird die
Hölle kalt. Die Marktmacht kann nur durch plattformunabhägige Alternativen,
die sich am Markt abseits von MS Einflussnahmemöglichkeiten durchsetzen
gebrochen werden. So banal es vielleicht klingt, aber die ersten Kerben sind
schon geschlagen. Linux mit dem Konzept seiner offenen Programmierum-
gebung und kostenloser Verteilung ist die eine Seite. Apple, angefangen beim
iPod mit iTunes, dem iPhone mit seinen kommunikativen Möglichkeiten und
dem daran hängenden OS die andere, kostenpflichtige Seite. Solange aber
Applikationen und Anwendungen in der Masse auf Windows basieren und
Hersteller peripherer Geräte dies ausschließlich unterstützen, wird es noch
ein langer Kampf sein. In diesem Sinne kann man nur hoffen, daß sich eine
wie auch immer geartete Patentierung von Softwarebestandteilen nie durch-
setzen möge.