Internetriese Google steigt auch in das Terminalservergeschäft ein. Mit Neatx, einer eigenen, in Python geschriebenen Anpassung der FreeNX-Quellen steht seit kurzem ein eigener GPL-Server zur Verfügung.
Laut dem Blogeintrag zur Veröffentlichung hatten die Suchmaschinenspezialisten schon längere Zeit ein Auge auf NX geworfen. Der technologische Vorsprung und die Lizenzierung unter GPL den durch Hersteller Nomachine gaben dann den Ausschlag.
Die Neatx-Software bezeichnet Google selbst als Proof-of-Concept, der auch auf Teile anderer Open-Source-Programme zurückgreift, beispielsweise auf Ganeti, einen Cluster Manager, der unter anderem Xen- und KVM-Virtualisierungen verwalten kann. Mittelfristig soll Neatx virtualisierte Systeme und Terminal Services über langsame Verbindungen mit hohen Latenzen, wie dies bei allen Mobilfunkverbindungen der Fall ist, flüssig darstellen.
Die NX-Technologie wurde ursprünglich von der italienischen Firma Nomachine entwickelt, die Basis-Libraries stehen seit 2003 unter der GPL und werden seit 2004 auch von FreeNX weiterentwickelt. Zahlreiche Terminalserver-Software-Projekte wie X2go und OpenNX bauen auf NX auf.
Die Stärke von NX liegt in adaptiver Komprimierung und intelligentem Proxying, wo für fast jedes X-Event auf der Oberfläche des Terminal Servers ein angepasster Komprimierungs- oder Caching-Algorithmus zur Verfügung steht. So lassen sich auch flüssige Sitzungen über Bandbreiten ab 5-10 KB/s realisieren. Der NX-Client kann von Mac, Linux oder Windows auf Linux-, Windows- oder VNC-Server zugreifen und bringt in den kommerziellen Versionen von Nomachine umfangreiche Managementfunktionen mit.
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