Microsoft und Linspire schließen Abkommen

Linspire ist die nächste Linux-Firma, mit der Microsoft eine Kooperation vereinbart hat. Novell und Xandros haben bereits Vereinbarungen zu Lizenzen und Patenrechten mit dem Software-Konzern getroffen.

Auch beim neuen Vertrag mit Linspire stehen Interoperabilität, Kompatibilität und Patentvereinbarungen im Vordergrund. Kevin Carmony betont in seiner Mitteilung, dass Linspire schon immer mit Open-Source-Anbietern und -Entwicklern und auch kommerziellen Herstellern zusammen gearbeitet habe, um seinen Kunden mehr Optionen bieten zu können. Im Februar war Linspire eine Kooperation mit Canonical eingegangen.

Im Zuge der Vereinbarung wollen Microsoft und Linspire, die Interoperabilität in den Bereichen Office-Dokument-Formate, Instant-Messaging und digitale Medien ausbauen. Wie schon Novell und Xandros hilft auch Linspire dabei, den Austausch zwischen Open-Document-Format (ODF) und Microsofts Standard OpenXML zu verbessern.

Außerdem will Linspire von Microsoft den RT-Audio-Codec lizensieren und ihn in den Instant-Messaging-Client Pidgin implementieren. Der Schritt soll Gespräche zwischen verschiedenen Messengern möglich machen. Die Microsoft-Lösungen Windows Live Messenger und Microsoft Office Communicator sind dabei im Gespräch. Linspire will auch die Codecs für Windows Media 10 Audio (WMA) und Video (WMV) lizenzieren und implementieren. Der bessere Austausch von Media-Dateien zwischen Windows- und Linux-Nutzern sei das Ziel. In wie weit das digitale Rechtemanagement (DRM) von Microsoft einbezogen ist, verrät die Vereinbarung nicht. Ein weiterer Bestandteil der Vereinbarung ist die Übernahme von Microsofts TrueType-Fonts. Arial, Georgia, Times New Roman und Verdana stehen demnach Linspire-Nutzern zur Verfügung. Zwar konnte ein Teil der Schriftarten kostenfrei aus dem Internet geladen werden, Microsoft untersagte jedoch die Aufnahme der Fonts in eine Distribution. Daneben wird der Live-Search-Service von Windows zur voreingestellte Suchmaschine.

Wie vorher bei Novell und Xandros steht auch bei Linspire die Patentfrage in der Vereinbarung. Linspire-Kunden bleiben demnach von möglichen Patentklagen seitens Microsoft verschont.

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