Open Source im professionellen Einsatz

Microsoft setzt auf Linux-Paas: Suse und Ubuntu ziehen in Azure-Cloud ein

11.06.2012

Microsoft gibt sich zuletzt viel Mühe, sich als Open-Source-Company darzustellen. Zumindest als "Open-Source-Freundlich" dürften Teile des Redmonder Konzerns langsam durchgehen, geht es nach der Cloud-Strategie fürs Platform-As-A-Service (PAAS). Als Reaktion auf den häufigsten Kundenwunsch bietet der Softwareriese jetzt sowohl Ubuntu- wie auch Suse-Images in seiner eigenen Cloud an.

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Ob es denn die "Invasion" wird, von der The Register spricht, bleibt abzuwarten. Dennoch haben die Redmonder jüngst einen wichtigen Schritt vollzogen: Seit wenigen Tagen gibt es in Microsofts Azure-Cloud auch virtuelle Maschinen mit Linux. Open Suse 12.1, Centos, Ubuntu und SLES stehen da als Images bereit, das unter Enterprise-Anwendern beliebte Red Hat ist seltsamerweise (noch?) aussen vor. Microsoft reagiert dabei auf einen der am häufigsten geäußerten Kundenwünsche: Auch Microsofts Cloud-Admins wollen Linux einsetzen.

Der Suse-Pressemitteilung zufolge wird das (komplett mit Open Suse Studio integrierte) Nürnberger Linux preislich zwischen 0,013 und 0,64 Dollar pro Stunde Nutzungsgebühr kosten, je nach Größe des Images - durchaus vergleichbar mit den Kosten beim Marktführer Amazon. Die Linux-Distribution im Zeichen des grünen Chamäleons erwirbt dadurch eine neue Vertriebsplattform, schildert Vizepräsident fürs globale Marketing und Allianzen Michael Miller, und betont außerdem die erhöhte Flexibilität, die "Suse Linux Enterprise in the Cloud" bringe.

Auf einer eigens eingerichteten Webseite können sich interessierte Anwender bereits jetzt ein Bild vom Funktionsumfang machen. Ubuntu-Anhängern zeigt dieses Youtube-Video, wie Canonicals Spross und Microsofts Cloud miteinander arbeiten. Laut Canonical-Blog können Kunden "ab Herbst 2012" Support für die Azure-Images von Mark Shuttleworths Firma erwerben.

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