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MSI-Netbook U135 kommt mit Moblin - aber nicht nach Deutschland

Auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas haben Novell und der Hardware-Hersteller MSI bekannt gegeben, dass ab Februar das neue 10-Zoll-Netbook U135 mit Atom N450 von MSI mit einem vorinstalliertem, von Novell angepassten Moblin auf den internationalen Markt kommt. In Deutschland hält MSI das jedoch für sinnlos.

Das Netbook Wind U135 hat MSI schon kurz vor Weihnachten für dem deutschen Markt angekündigt, allerdings nur mit Windows. Von der CES hat Novell nun vermeldet, dass das ab Ende Februar erhältliche Netbook auch mit dem von Novell angepassten Moblin verfügbar sein soll, das so genannte Suse-Moblin. Auf Nachfrage sagte ein MSI-Sprecher zu Linux-Magazin Online, dass MSI für den deutschen Markt jedoch keine Moblin-Version plane: "Das ist hier sinnlos", fasst er die Einschätzung MSIs zusammen.

Das Netbook kommt mit dem Intel Atom N450, dem Chipsatz NM10, wahlweise 160 oder 250 GByte große SATA-Festplatte und 1 GByte Hauptspeicher (maximal 2 GByte möglich). Für die Grafik ist der integrierte GMA-3150-Chip zuständig, der nach Intels Angaben OpenGL ab 2.0 unterstützt, aber kein HD (Übersicht der Intel-Grafik-Chipsätze). Vier-in-eins-Kartenleser, Webcam mit 1,3 Megapixeln, WLAN 802.11 b/g/n und drei USB-2.0-Anschlüsse sind dabei. Das 1,3 Kilogramm leichte Gerät bringt einen sechs-Zellen-Akku mit, der für drei bis sechs Stunden Betrieb sorgen sollte. In Deutschland soll es ab Ende Januar mit Windows 7 Starter für 300 Euro zu haben sein.

MSI begründet den neuesten Netbook-Zuwachs mit dem Erfolg des 2008 herausgekommenen MSI Wind U100, das sich über eine Million mal verkauft habe: Es sei der "Verkaufsschlager von MSI" gewesen, behauptet das Unternehmen (Linux-Magazin Online hatte das Gerät auch auf Linux-Tauglichkeit getestet). Diese Erfolgsgeschichte wolle man nun fortschreiben. Auf der Netbook-Übersichtsseite des MSI-Webauftritts ist das Neue noch nicht verzeichnet.

Novell hat im Mai 2009 erstmals bekanntgegeben, sich für Moblin zu engagieren, und kurz darauf ein erstes Suse-Moblin herausgebracht. Die letzte offizielle Moblin-Release 2.1 datiert vom November 2009. Als jüngstes Update des Moblin-Projekts hat Intel-Programmierer Joel Clark am 6. Januar die sehnlichst erwartete IVI-Ausgabe (In Vehicle Infotainment) für den Z530-Atomprozessor und den Embedded-Chipsatz US15W angekündigt.

Update: MSI Deutschland revidierte gegenüber Linux-Magazin Online, dass das Moblin-Netbook auf dem deutschen Markt "sinnlos" sei - das treffe wenn, dann nur auf den Massenmarkt zu. Mit Betreuung durch Händler seien Projektgeschäfte auch in Deutschland möglich, hat ein Sprecher gegenüber Linux-Magazin Online betont. Für das Moblin-Netbook lautet MSIs Statement einfach, dass es im Moment noch keine offiziellen Infos zur Verfügbarkeit und zum Zeitpunkt der Markteinführung in Deutschland gäbe. Inzwischen hat Novell auf Anfrage von Linux-Magazin Online geäußert, auch in Deutschland eine entsprechende Nachfrage zu sehen (was für den Software-Hersteller als Händler allerdings naheliegt). Er regt an, "dass die Nutzer dieses Interesse auch gegenüber ihrem Netbook-Hersteller äußern."

(Anika Kehrer)
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Kommentare (6)
von
Der Pinguin,
15.02.2010 18:58
wenigstens Dell ... :-)
Hi, wenigstens Dell hat's kapiert! Mir ist es egal, ob sich MSI oder andere das Geschäft entgehen lassen. Ich warte jetzt sehnsüchtig auf das "Latitude 13" mit Ubuntu.
Ich würde niemals was mit Windows kaufen! Nicht mal ein Handy!
von
D800,
16.01.2010 12:16
Es reicht!
Egal zu welchem Hersteller oder Lieferanten mich meine Internetrecherche auch führt, ich werde stets vom gleichen Werbeslogan begrüßt: „Windows®. Leben ohne Grenzen.“ Das ist aber nur der erste Teil des Slogans, denn auf allen Web-Seiten die ich besuche folgt darauf stets noch eine Empfehlung: : „Windows®. Leben ohne Grenzen. Firma XY empfiehlt Windows 7“

„Firma XY empfiehlt Windows 7 „ bedeutet aber nicht etwa, dass es auch eine Alternative zu der Empfehlung gibt, Fehlanzeige! Keines der von mir ins Auge gefassten Netbook ist ohne ein Betriebssystem erhältlich. Der Preis der vorinstallierten Windows Version ist auch nicht angegeben.

Warum ist es nicht möglich bei der Bestellung selber zu bestimmen ob ich das betreffende Gerät mit Microsoft, oder auch ohne Betriebssystem erwerben möchte? Stattdessen werden alle Verbraucher gezwungen das Gerät mit einem Betriebssystem der Firma Microsoft zu erwerben.

Wer nun auf Idee kommt, das nicht benötigte Microsoft Betriebssystem zurück zu geben und eine entsprechende Gutschrift zu verlangen, der wird seit neustem ohne Erfolg bleiben. Denn nun heißt es oft auch noch: „Windows® 7 (Rückgabe der Windows-Lizenz nicht möglich).“

Die früher vorhandene Möglichkeit der Rückgabe des nicht benötigten Microsoft Betriebssystems an den Hersteller oder auch an Microsoft selbst, mit gleichzeitiger Auszahlung einer entsprechenden Erstattung, gibt es mittlerweile auch nicht mehr.

Auszug aus den „MICROSOFT-SOFTWARE-LIZENZBESTIMMUNGEN WINDOWS 7 STARTER“
...Durch die Verwendung der Software erkennen Sie diese Bestimmungen an. Falls Sie die Bestimmungen nicht akzeptieren, sind Sie nicht berechtigt, die Software zu verwenden. Wenden Sie sich stattdessen an den Hersteller bzw. das Installationsunternehmen, um von diesem seine Richtlinien für eine Rückgabe in Erfahrung zu bringen. Sie sind verpflichtet, jene Richtlinien einzuhalten. Diese beschränken möglicherweise Ihre Rechte oder verlangen von Ihnen, das gesamte System zurückzugeben, auf dem die Software installiert ist.…

Auch ohne juristische Ausbildung ist wohl offensichtlich, dass hier ein deutlicher Verstoß gegen geltendes Wettbewerbsrecht und die Vorschriften der Europäischen Union über den Missbrauch einer beherrschenden Stellung vor liegt (Artikel 102): http://dejure.org/gesetze/AEU/102.html

In einer Klage vor einem Florenzer Gericht versuchen italienische Verbraucherschützer die Rechte von Computerkäufern zu stärken und Rückgaben von nicht benutzten Softwarekomponenten, einschließlich des Betriebssystems, durchsetzen.
http://www.heise.de/newstic...n-Microsoft-klagen-896671.html

Gibt es in Deutschland keine Verbraucherschützer, Rechtsanwälte, Fachzeitschriften, Benutzer-Gruppen, oder andere Organisationen, die dieser Verbraucher feindlichen Praxis endlich ein Ende bereiten?
von
Xinul,
13.01.2010 15:42
Irrtum
Gar nichts ist ganz einfach:

ICH WILL KEINEN EURO FÜR EIN MICROSOFT BETRIEBSSYSTEM ZAHLEN, DENN ICH WILL ES WEDER TESTEN NOCH NUTZEN!
Ich empfehle auch mal einen Blick in "MICROSOFT-SOFTWARE-LIZENZBESTIMMUNGEN WINDOWS 7 STARTER", "verkloppen" ist nämlich auch nicht mehr erlaubt!

Was spricht eigentlich dagegen, dass wir uns endlich mal um eine saubere Lösung bemühen. Die EU-Kommission hat ja nun sogar die Zwangsbündelung des "Internet Explorer" untersagt. Was der (Linux-)Verbraucher benötigt ist ganz einfach:

- Schluß mit der Zwangsbündelung Gerät/Betriebssystem
- Bei Bestellung/Kauf einfach wählen "kein BS" oder "Microsoft x"
von
Halsab,
12.01.2010 17:42
ganz einfach:
...man verkloppt das Win7 auf einer Verkaufsplattform der Wahl und teilt MSI den Unmut über die Entscheidung der Zwangsbündelung mit. Oder man spart sich den Stress und richtet ein Dual-Boot ein, und sei es zum Vergleichen, oder weil man mal was unter Win nutzen muss, oder man virtualisiert das ganze... blubb-blah, so ganz nutzlos ist ein fast geschenktes Windows nicht. Seit wann sind Linuxer so einfallslos, wenn es um Software geht!?!?
von
Zettmaster,
10.01.2010 22:05
Armes Deutschland
Schade, Windows ist wirklich nicht toll auf den kleinen Dingern. Bei Win7 Starter kann man nicht mal den Hintergrund des Desktops ändern. So was würde ich nie kaufen. Ich meine mal das Deutschland ein wichtiger Markt für Microsoft ist und alternative Anbieter erst gar nicht den Hauch einer Chance haben in die grossen Handelsketten reinzukommen mit einem open Source Angebot. Aber da stellt sich eben raus wie frei man hier Denken und Handeln kann...Monopolismus pur, ein Rechner ein Betriebssystem. Wo bleibt die Individualität?
So nach dem Motto " Was der Kunde nicht kennt, kauft er nicht"...Mangelwirtschaft wie zu Zeiten der DDR...
von
Xinul,
09.01.2010 14:26
Und nun?
Was soll der geneigte Leser denn nun mit diesem tollen Gerät anfangen, das es in Deutschland nur mit einem Betriebssystem der Firma gibt?

Kann man das ungewollte Betriebssystem dann einfach zurück geben? Wie wäre es mit ein paar Infos zu diesem, sicherlich für alle Linux-User interessanten, Thema?