Open Source im professionellen Einsatz

Linux4afrika in Bundestagsausschuss eingeladen

21.08.2007

Das Linux4Afrika Projekt hat die Aufmerksamkeit der Bundespolitik erlangt und wurde von der Koalitionsfraktion in den Entwicklungshilfe-Ausschuss des Bundestages nach Berlin eingeladen.

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Wie Hans-Peter Merkel, Mitgründer von Freioss.net e.V. gegenüber dem Linux-Magazin Online bekannt gab, entstand der Kontakt zum Ausschussmitglied, MdB Bernward Müller (CDU), nach dem Bericht eines TV-Magazins über das Entwicklungshilfeprojekt.

Für den Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist die Bildung in der Entwicklungszusammenarbeit wie zum Beispiel die Ausstattung von Schulen in der Dritten Welt ein wichtiges Thema. Das Fachgespräch wird von den Entwicklungspolitikern der Koalitionsfraktion auf einer Fachtagung mit Non-Government-Organizations (NGOs) am 17.September erörtert.

Linux4afrika sammelt Spenden und gebrauchte Rechner, Monitore, Netzwerkkarten, Switches und Hubs, um damit Schulen und Organisationen in Tanzania und Mozambique auszustatten, wir berichteten. Das gemeinnützige Freiburger Open Source Network Freioss.net e.V. hat das Projekt 2006 ins Leben gerufen, mittlerweile beteiligen sich über 300 IT-Experten aus 27 Ländern an dieser Form der Entwicklungshilfe.

Wie berichtet sind derzeit Unterstützt vom Verein Freioss e. V., Mitarbeiter der Steuerfahndung Tansanias und Computerexperten eines lokalen IT-Dienstleisters aus Dar Es Salaam in Deutschland zur Schulung in Deutschland.

Korrektur: In der ursprünglichen Meldung vom 21. August war angegeben, dass das Linux4afrika-Projekt vom Entwicklungshilfe-Ausschuss in den Bundestag eingeladen wurde. Es handelt sich aber um eine Einladung der Koalitionsfraktion in den Entwicklungshilfe-Ausschuss des Bundestages. Titel und Vorspann der News sind entsprechend korrigiert worden. uba

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