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Linux4Afrika: Ubuntu-PCs für Tansania und Mozambique

Ende Juni wird das Linux4afrika Projekt den ersten Container voller Rechner und Monitore aus Freiburg nach Tansania verschicken. Das gemeinnützige Projekt stattet Schulen, Krankenhäuser und kleine private Unternehmen in Tansania und Mozambique mit gebrauchten Rechnern aus, die der Freiburger Freioss e. V. einsammelt.

Hans-Peter Merkel aus dem Linux4afrika-Team von Freioss sagte gegenüber dem Linux-Magazin Online: "Im Gegensatz zu anderen, ähnlichen Projekten, zum Beispiel in England oder der Schweiz, liefern wir absichtlich Thin Clients ohne Festplatten aus. Die Schulen haben dadurch nur die Möglichkeit, die Clients über PXE/Etherboot an den Edubuntu-Server anzubinden. Vom Gesichtspunkt TCO (Total Cost of Ownership) stellt dieses Verfahren auch langfristig die beste Perspektive dar. Nebenbei stellen wir so sicher, dass keine illegale, nicht lizenzierte Software eingesetzt wird."

Als Terminal Server kommt das Linux Terminal Server Projekt (LTSP)zum Einsatz, das Betriebssystem Edubuntu wird über PXE-Boot auf den Clients gestartet. Weil das System komplett im Arbeitsspeicher läuft, brauchen die gebrauchten Desktops weder CD-ROM-, DVD-, Disketten- oder Festplatten-Laufwerke. Die benötigten Terminal-Server werden neu eingekauft, finanziert aus Geldspenden. Für den Einsatz als LTSP-Server reichen aktuelle Standard-PCs für etwa 200 Euro vollkommen aus. Logistik und Installation vor Ort übernehmen in Tansania ansässige Mitglieder des Projektes. Afrikanische Institutionen, die eine Computerspende möchten, müssen über einen abschließbaren Computerraum, Tische, Stühle und Stromanschluss verfügen.

Freioss.net e. V. mit Sitz in Freiburger hat mehr als 380 Mitgliedern aus 27 Ländern und wurde 2004 gegründet. Linux4afrika wurde von Freioss im Herbst 2006 ins Leben gerufen.

(Markus Feilner)
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