Das taiwanische Unternehmen Linpus Technologies will sein Linpus-Lite-Betriebssystem um die Versionen "Linpus Lite for MeeGo - Slate Edition" und "Linpus Lite SmartTV" erweitern.
In Zusammenarbeit mit dem Meego-Projekt und Intel will der Hersteller für eine neue Tablet-Version von Linpus Lite Meego auf Intels neue Moorestown-Plattform portieren. Intel hat die Moorestown-Plattform Anfang Mai 2010 bekannt gegeben und bewirbt sie mit Smartphone- und Tablet-Tauglichkeit, etwa hinsichtlich nach Intels Angaben "PC-ähnlicher" 3D- und HD-Darstellung. Zu den üblichen Features wie Multitouch oder Lageerkennung will die Linpus-Version durch das hauseigene Design punkten, das die Bedienung besonders einfach machen soll, sowie durch Touch-optimierte Anwendungen wie Mailreader oder Kalender.
Linpus Linux ist eine ressourcensparende Distribution, die vom Hersteller als anwenderfreundlich und Windows-nah vermarktet wird.
Wohl im Kielwasser von Google, das Ende Mai das Google TV verkündet hatte, nimmt Linpus nun auch Fernseh-Software ins Visier. Linpus Smart TV soll dem Anwender ermöglichen, zwischen Fernsehprogramm, Webbrowser und eigenen Mediendateien leicht zu wechseln. Die Lösung richtet sich an Gerätehersteller, die ihren Kunden Fernsehempfang und daneben Karten- und USB-Zugriff sowie Netzanbindung mittels Kabel, Wlan und Bluetooth bieten möchten. Mit Meego hat die Fernsehversion von Linpus Lite offenbar nichts zu tun. Für keines der geplanten Produkte verrät Linpus Technologies eine Roadmap.
Die Betriebssystemserie Linpus Lite richtet sich an OEMs (Original Equipment Manufacturer). Linpus Technologies ist wegen Meego kürzlich der Linux Foundation beigetreten. Anfang Juni hat es auf der Computex Taiwan erste Meego-basierte Produkte bekannt gegeben, die mit mehr Support und Windows-Look&Feel daherkommen.
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