Matthew Revell vom Launchpad-Team beschreibt im Blog der Entwicklerplattform die Top-Features der aktuellen Version, die in den letzten neun Monaten Einzug in das Projekt gehalten haben.

Besonders zwei neue Funktionen liegen Revell am Herzen: Das neue Web-Services-API (Application Programming Interface) und die passende Python-Bibliothek, um auf die Schnittstelle zuzugreifen. Darüber lässt sich Launchpad zukünftig von externen Anwendungen nach Bugs sowie nach Dateien und Personen durchsuchen. Noch diese Woche sollen im Launchpad-Blog mehr Details zur API erscheinen. Beide Entwicklungen befinden sich noch in der Beta-Phase, Revell wirbt darum, Fehler in Launchpads Bugtracker einzutragen.

Auch äußerlich verändert sich die Online-Plattform, die mittlerweile auch anderen Open-Source-Projekten eine virtuelle Heimat bietet. Zunächst fällt das neue Logo ins Auge, aber Launchpad lässt sich auch einfacher bedienen. Die Action-Menüs werden wohl nach und nach verschwinden. Tabs spielen im neuen Launchpad eine prominentere Rolle. Die Entwickler haben zudem Sub-Tabs eingeführt, also Unterregister, um die Navigation zu erleichtern.

Im Austausch mit Bugtrackern wie Trac und Bugzilla bietet Launchpad nun mehr Kompatibilität. Nutzer diese Alternativen können dank zweier Plugins Fehlermeldungen und die dazugehörigen Kommentare mit Launchpad-Anwendern austauschen.

Codereviews erlauben es, Codeschnipsel gemeinsam mit anderen Nutzern zu begutachten und zu kommentieren. Launchpad-Nutzer können zudem Mailinglisten für Teams einrichten, und recht einfach eigene Ubuntu-Repositories aufsetzen, die so genannten PPAs (Personal Package Archives). Die kommen etwa zum Einsatz, um für Ubuntu-Anwender zusätzliche Multimedia- oder KDE-4-Pakete anzubieten. Fehler und Beiträge lassen sich über Atom-Feeds verfolgen.

Zu den Administratoren unter den Launchpad-Entwicklern gehört auch Mark Shuttleworth, der Chef von Ubuntus Hauptsponsor Canonical, der auch selbst Python-Code zur Plattform beisteuert. Die Zope-basierte Plattform steht - abgesehen von einzelnen Modulen - bisher allerdings nicht unter einer freien Lizenz. Die Software erlaubt es unter anderem, Code zu verwalten, Bugs zu verfolgen und Übersetzungen zu koordinieren. Als integrierte Versionsverwaltung kommt die Canonical-Eigenentwicklung Bazaar zum Einsatz, CVS- und SVN-Daten lassen sich ebenfalls importieren.