Über die Developer-Mailingliste des Projekts hat Kroah-Hartman das Linux-Treiber-Projekt nun mit einiger Verzögerung eröffnet. Firmen können dabei kostenlos Treiber für ihre Hardware entwickeln lassen. Die neuen Treiber stehen unentgeltlich zur Verfügung und finden außerdem ihren Weg in den Kernel-Entwicklungsstamm. Notwendige Bedingung ist, dass die Unternehmen die Spezifikationen ihres Produkts zur Verfügung stellen. Interessenten und ehrenamtliche Entwickler seien zu Hauf vorhanden, schrieb Kroah-Hartman. In der nächsten Zeit will er sie miteinander kurzschließen.

Dass einige Firmen für ihre Technologie NDAs (Nondisclosure Agreements) verlangen, weil sie ihre Spezifikationen geheim halten müssen oder wollen, muss für die Teilnahme kein Hinderungsgrund sein. Das Treiber-Projekt arbeitet mit der Linux Foundation zusammen, und gewährleistet so eine vertrauenswürdige Zusammenarbeit zwischen Firma und Treiberentwickler. Den Firmen verspricht der Kernel-Maintainer funktionierende Treiber, kontinuierliche Wartung und Updates sowie Plattformunabhängigkeit - eben die üblichen Vorzüge von Open-Source-Software. Zum schlussendlichen Start des nützlichen Projekts gibt es nun ein Wiki.

Geboren ist dieses Projekts schon im Januar dieses Jahres. Kroah-Hartman war von der Resonanz überwältigt, die sowohl Firmen als auch Entwickler zeigten, schreibt er in seiner jetzigen Bekanntmachung. Erst jetzt könne er sich des Projekts annehmen, da er beruflich Zeit dafür hat - Arbeitgeber Novell habe ihn extra dafür freigestellt. In seiner Freizeit sei er ansonsten schließlich vollauf mit Kernelentwicklung beschäftigt.