Kandidaten für Debian-Projektleitung stehen fest
Zwei Entwickler bewerben sich um den Posten als Debian Project Leader (DPL). Das Wahlkampfthema heißt Kommunikation.
Der jetzige DPL Steve McIntyre tritt wieder an, der seit 1996 bei Debian ist und das Projekt seit 2008 leitet. Laut seiner Bewerbungsmail hatte er zunächst gezögert, sich noch einmal zur Wahl zu stellen, habe aber „vielem Drängen durch Freunde“ nachgegeben. Falls er wieder gewählt wird, will er sich Unterstützung holen und Luk Claes zu seinem Assistenten ernennen. Bereits bei seiner Kandidatur im letzten Jahr hatte sich der Brite bessere Kommunikation im Projektteam zum Ziel gesetzt. Im letzten Jahr habe er nicht so viel erreicht, wie er sich gewünscht hatte, weil die Aufgabe umfangreicher sei als gedacht, schreibt er. Deshalb wünscht er sich Unterstützung.
Der Gegenkandidat ist Stephano „Zack“ Zacchiroli, seit 2001 Debian-Entwickler. Er kandidiert zum ersten Mal für die Projektleitung. Seitdem habe er zwei Phasen durchlaufen: „In der ersten habe ich mich nur um meine Pakete gekümmert und die Community weitgehend ignoriert", wie er schreibt. "Dann auf dem Linuxtag 2004 habe ich Debian als Community entdeckt und war fasziniert davon.“
Zacchiroli arbeitet in der Forschung an der Universität Paris Diderot, und er bezeichnet seinen Arbeitsplatz als „Debian Contributors Nest in der französischen Debian Community.“ Als DPL möchte er das Projekt weiter für Beiträge von außen öffnen. Auch bei ihm steht verbesserte Kommunikation auf dem Plan, dazu wünscht er sich mehr persönliche Zusammenkünfte. Zudem möchte er Wege finden, Diskussionen von „sehr lauten stimmlichen Minderheiten“ zu verhindern, „was weder produktiv ist, noch Spaß macht.“ Gemeint ist wohl die heftige Diskussion im Vorfeld der Freigabe von Debian Lenny, die zum Rücktritt des Projektsekretärs geführt hatte.
Der Wettbewerb läuft bis 29. März. Während dieser Zeit diskutieren die Wähler im Internet. Die eigentliche Wahl findet zwischen dem 29. März und dem 11. April statt. Gewählt wird nach der relativ komplizierten Condorcet-Methode: Hierbei ordnen die Wähler die Kandidaten nach Rang.





