KMIP: Oasis-Gruppe für Kryptostandard mit IBM und Sun

IBM, Sun, PGP, Red Hat und weitere Unternehmen setzen sich bei der Standardisierungsorganisation Oasis als Arbeitsgruppe für ein neues Key Management Interoperability Protocol (KMIP) zusammen.

Die Arbeitsgruppe plant ein Protokoll, mit dem Verschlüsselungsanwendungen verschiedener E-Mail-, Datenbank- und Storagesysteme eine gemeinsame Kommunikationsbasis erhalten. In dem technischen Komitee sitzen neben IBM, Sun, Red Hat und PGP auch Hewlett-Packard, Cisco und EMC sowie zehn weitere kleinere Unternehmen.

Vor Kurzem hatte es noch den Anschein, Sun auf der einen und IBM/HP auf der anderen Seite kochten je eine eigene Protokollsuppe (Linux-Magazin Online berichtete). Nun ist Sun in der Standard-Arbeitsgruppe doch an Bord. Auf der KMIP-Konsortienseite ist ein 22-seitiger Whitepaper-Entwurf von Anfang April 2009 verlinkt, der das Protokollvorhaben technisch beschreibt.

Oasis ist eine internationale, nicht-profitorientierte Standardisierungsorganisation. Die derzeit rund 5000 Mitglieder aus etwa 600 Organisationen zahlen je nach Größe, Typ und Förderinteresse zwischen 1000 und 50.000 US-Dollar jährlich. Die Mitglieder des Technischen KMIP-Komitees sind alle als Standard-Sponsoren geführt, was aktive Mitarbeit bei der Erstellung neuer offener Standards ermöglicht und jährlich zwischen 10.000 und 16.000 Dollar kostet.

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