Java-Streit: Oracle antwortet auf Drohung von Apache
In einer Mischung aus offenem Brief und Blogpost antwortet Oracle auf die Ankündigung der Apache Foundation, das Java Executive Committee zu verlassen, sollte Oracle die Lizenz der Testsuite Java Compatibility Kit (TCK) nicht ändern.
Die Apache Software Foundation hatte neben der Austrittsdrohung zudem die Mitglieder des Java Community Process dazu aufgerufen, dem Java Specification Requests (JSR) für die Version Java SE 7 die Zustimmung zu verweigern, und will dies selbst auch tun.
Don Deutsch, Vice President Standards und Architecture bei Oracle, schreibt an die ASF, dass Oracle Apache aufgrund der wertvollen Beiträge für die Community für einen Sitz im Komitee nominiert habe. Deutsch sieht im Protestaufruf der ASF nun die Gefahr, dass sich die in den vergangenen Jahren zu spürenden Verzögerungen in der Java-Entwicklung fortsetzen. Er ruft die ASF auf, ihre Position zu überdenken: Sie möge mit Oracle und der Community zusammenarbeiten, um Java voranzubringen.
Zum Stein des Anstoßes, der Lizenz des TCK, schreibt Deutsch, dass Oracle das TCK zu fairen, nicht-diskriminierenden und nachvollziehbaren Bedingungen unter der JSPA lizenziere. Oberste Priorität habe nun die gemeinschaftliche Arbeit an Java: "Now is the time to move Java forward".





