Open Source im professionellen Einsatz

Jaspersoft startet optimistisch ins Krisenjahr

19.01.2009

Die Open-Source-Firma für Business Intelligence (BI) meldet ein gutes Jahr 2008 und sieht sich weiter im Aufwind. Für 2009 Jaspersoft ein neues Beratergremium zusammengestellt.

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Im Jahr 2008 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 75 Prozent Wachstum zu verzeichnen. Das achtköpfige Management-Team holt sich ein Beratergremium mit "Industrie-Visionären" an die Seite, dessen Mitglieder sich aus Open-Source-Geschäftsleuten anderer Unternehmen rekrutiert. In diesem Advisory Board sitzt zum Beispiel Mark Burton, Vice President bei Sun und für den weltweiten Einsatz von MySQL zuständig. Barry Klawans ist Mitgründer von Jaspersoft, verließ die Firma im März 2008 und kehrt nun als Berater zurück. An Bord sind auch Matt Asay, Vice President für den Bereich Business Development bei Alfresco, und der Rechtsanwalt Lawrence Rosen, der eine Kanzlei mit Lizenzrecht-Schwerpunkt gegründet und unter anderem die Open Source Initiative beraten hat.

Die Business Intelligence Suite von Jaspersoft enthält einen Reporting-Server, ein grafisches Report-Designinterface, OLAP-Analyse (OnLine Analytical Processing), Datenintegration mittels ETL (Extract, Transform, Load) und eine Java-Bibliothek, um andere BI-Anwendungen anzubinden. Ende 2007 hatten Branchen-Insider dem Softwarehaus Jaspersoft wegen seiner Verbandelung mit Sugar-CMS und MySQL ein gutes Jahr 2008 prognostiziert (wir berichteten). Stolz verweist es nun auf acht Millionen Downloads und gut 100.000 Implementierungen. Das Unternehmen aus San Francisco hat seine Software im Jahr 2004 quelloffen gemacht.

Update: Jaspersoft hat Linux-Magazin Online noch verraten, was es mit dem Advisory Board auf sich hat. Demnach sind die Mitglieder des Advisory Boards Experten unterschiedlicher Bereiche, die das Open-Source-Unternehmen zum Beispiel in Lizenzierungsfragen oder beim Community Management beraten. Die Mitgliedschaft erfolgt auf Einladung des Jaspersoft-CEOs. Jedes Board Mitglied erhält ein kleines Honorar in Form von Aktienoptionen.

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