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Intel und Wind River: Linux-basiertes Infotainment fürs Auto

Der Hardwarespezialist Intel und der Embedded-System-Hersteller Wind River wollen zusammen Linux auf Räder stellen. Beide Unternehmen gaben bekannt, eine gemeinsam entwickelte Linux-Plattform für den Automobil-Sektor zu veröffentlichen.

Die Hardware steuert Intel bei, die Software Wind River. Beides zusammen soll in Zukunft auf Basis Intels neuer MID-Plattform (wir berichteten hier und hier), in deren Zentrum die Atom-CPU steht, für Infotainment in Fahrzeugen sorgen. Der Name der Plattform: "Open Infotainment Platforms" (OIP). OIP wird das volle TCP/IP-Stack enthalten und per Wimax an das World Wide Web angebunden. Zudem soll es voll kompatibel zu Geräten der MID-Klasse sein. Die Entwicklung wird unter Moblin.org zusammenlaufen. Dort tauschen sich bisher schon die Entwickler des Moblin MID-Stacks aus.

Außerdem plant Wind River eine kommerzielle Linux-Umgebung namens "Wind River Linux Platform for Infotainment", die Lösungen wie Navigationsgeräte, MP3-Player oder Handy-Freisprechanlagen einheitlich betreiben soll. Zahlreiche Anwendungen von Drittanbietern sollen das Software-Paket erweitern. So ist geplant, Spracherkennungs- und Sprach/Text-Umwandlungslösungen von Nuance Communications, Echo- und Rauschunterdrückung von Parrot für Bluetooth sowie Musikmanagement von Gracenote vom Start weg zu integrieren.

Die neue Open-Source-Plattform soll eng an die Bedürfnisse der Fahrzeugindustrie angepasst werden. Dazu werden aktuelle eingesetzte Standards eingebunden. Zu diesen gehören der Media-Oriented Systems Transport (MOST) und der CAN-Bus (Controller Area Network). Der Schwerpunkt bei der Geräteentwicklung sollen extrem kurze Bootzeiten und schnelle Initialisierung sein. Auch soll die problemlose Einbindung von mobilen Entertainment-Geräten wie Apples iPod eine Rolle spielen.

Zu den Unterstützern der neuen offenen Plattformen gehören derzeit neben Intel und Wind River die Fahrzeughersteller und -zulieferer Bosch, BMW und Magneti Marelli. Vorraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres sollen die Neuentwicklungen zum Einsatz kommen. Mehr Informationen zur Plattform und zur In-Vehicle Infotainment Community stehen unter Moblin.org zur Verfügung.

(Jan Rähm)
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