Das Open-Source-Projekt Nagios wird geforkt. Das Unternehmen Netways, das sich auf Dienstleistungen im Open Source IT Management und insbesondere auf die Monitoring-Lösung Nagios spezialisiert hat, führt den neuen Zweig weiter.
Dem Vernehmen nach sind viele der jetzigen Plugin-Entwickler im Boot. Netways Geschäftsführer Julian Hein sieht die Entwicklung der Add-Ons maßgeblich bei der Community liegen, während der Nagios Core nur von Ethan Galstad, dem Nagios-Chefentwickler, getragen werde. Das führe zu Engpässen in der Nagios-Entwicklung. Die Versuche der Community, diese Engstellen bei der Core-Entwicklung zu beseitigen, seien auf wenig fruchtbaren Boden gestoßen. Daher wolle Netways mit dem Fork die Entwicklung am Kern der Software vorantreiben. "Nach mehreren Jahren, in denen trotz unzähligen Verbesserungsversuchen nichts passiert ist, sehen wir nun keine andere Möglichkeit mehr Nagios weiter nach vorne zu bringen", begründet Hein den Fork gegenüber Linux-Magazin Online.
Das nun entstehende Projekt trägt den Namen Icinga. Laut Hein soll Icinga in vielen Bereichen zu Nagios kompatibel bleiben. Es verwende die gleichen Plugins für die Überwachungen und auch die Add-Ons sollen mit beiden Projekten funktionieren, sagte Hein. Das Forum www.nagios-portal.de, trage den Fork ebenfalls mit wende eine ähnliche Kompatibilitätsstrategie an. Julian Hein hat dem Linux-Magazin Online ausführlich Rede und Antwort zum Fork, den Hintergünden und Zukunftsplanungen gestanden, das Interview lesen Sie hier.
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