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ISC 2010 mit Keynote von Horst Zuse

Als Keynote-Sprecher gewann die Internationale Supercomputing-Konferenz Kirk Skaugen, Vice President der Intel Architecture Group, Professor Helmut Merkel von der Eurasia Global Concept Limited, Professor Thomas Sterling, Universität von Louisiana sowie Professor Horst Zuse, Sohn des Z3-Erfinders Konrad Zuse.

Horst Zuse von der Technischen Universität Berlin plant, in seiner Keynote am letzten Tag der ISC mit historischen Bildern und Filmaufnahmen die fünf Urahnen des Supercomputings vorzustellen, angefangen mit dem Z1 seines Vaters. "1949 gab es auf der Welt 251 Computer", zitieren die ISC-Organisatioren als Vorgeschmack, "die zusammen 51 Millionen Euro wert waren."

Am Tag zuvor findet Thomas Sterling im Supercomputing-Rückblick auf 2009 und Ausblick auf 2010, dass die IT sich "im Jahr 2 A. P. (after petaflops)" befindet und in Zukunft auf Multicore-Architekturen setzen wird. Am 3. Juni, dem zweiten Tag der Konferenz, gibt der aus Mannheim stammende Wirtschaftsprofessor Helmut Merkel einen soziologischen Einblick "Wie die IT und das Internet die chinesische Gesellschaft verändern". Die Firmengruppe Eurasia Global Concept Limited mit Sitz in Peking bewegt sich nicht primär im IT-Bereich, sondern beschäftigt sich in Asien und Europa mit Mode, Weinen und Logistik.

Den Anfang der Keynote-Sprecher macht Intels Kirk Saugen am 31. Mai gleich im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung mit einem Vergleich von Scale-up und Scale-out im Supercomputing. Scale-up bedeutet, die Ressourcen innerhalb eines Systems zu erhöhen, was bereits Petaflops erreicht. Beim Scale-out-Computing arbeiten verteilte, kostengünstige Systeme im Teraflops-Bereich. Die Intel Architecture Group ist ein im September 2009 neu geschaffener Unternehmensbereich von Intel. Von den sechs hier zusammengefassten Geschäftsbereichen leitet der Elektrotechniker (B.sc.) seitdem als General Manager den Bereich Data Center Group und ist damit für Intels Vision und Weiterentwicklung in Sachen Server, Cloud Computing, Netzwerkprodukte und High Performance Computing zuständig. Intel gehört neben HP, Microsoft und Supermicro zu den Platinum-Sponsoren der Internationalen Supercomputing-Konferenz.

Das komplette Programm der International Supercomputing Conference (30. Mai bis 3. Juni in Hamburg) ist online zu finden. Die Eintrittspreise für die Konferenz bewegen sich zwischen 240 Euro (Frühbucherticket für Studenten) und 1.200 Euro (Tageskasse für Industrievertreter).

(Anika Kehrer)
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