Der US-Marktforscher Gartner bescheinigt dem Servermarkt der Region Europa, mittlerer Osten und Afrika (EMEA) im vierten Quartal 2008 verglichen zum Vorjahr einen Rückgang von 9,2 Prozent in den Stückzahlen.
Hewlett Packard hat in EMEA den Spitzenplatz verteidigt. In Zahlen ausgedrückt wurden laut den Marktforschern im vierten Quartal 2008 705.000 Server in EMEA verkauft. Der daraus erzielte Umsatz von 4,3 Milliarden US-Dollar liegt um rund 20 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahresquartal 2007. Gartner muss seine Statistiken bis ins zweite Quartal 2002 zurückblättern, um überhaupt einen Rückgang der Stückzahlen zu finden. Damals, zu Zeiten der geplatzten Dot-Com-Blase, ging der Umsatz um 11 Prozent zurück.
Errol Rasit, leitender Analyst bei Gartner spricht von einem bereits mauen dritten Quartal 2008. Mit dem zweiten Umsatzrückgang nach dem dritten Quartal 2008 zeige sich, wie angegriffen der Servermarkt nun sei. Betroffen sind vom Rückgang nicht nur Europa sondern auch die beiden anderen Regionen.#
Bei den Herstellern müssen fast alle aus den Toppositionen Rückgänge bei den verkauften Stückzahlen hinnehmen. Bei den x86-Servern gewinnt einzig Sun hinzu, was Gartner an den vom Hersteller angebotenen Migrationsoptionen festmacht. Sun halte bei den x86-Servern allerdings auch nur zwei Prozent Marktanteil.
Die größten Umsatzeinbußen trafen die Hersteller bei den RISC- und Itanium-Servern mit einem Minus von 24,8 Prozent. Gartner spricht von einem sehr schwachen Markt von Highend-Unix-Servern.





