Frühlings-Quartalszahlen: Sun vage, Intel glimpflich
15.07.2009
Für die zweiten drei Monate 2009 haben die Unternehmen Sun und Intel ihre Quartalszahlen vorgelegt.
In den vergangenen drei Monaten verlor das seit Kurzem zu Oracle gehörige Unternehmen Sun Microsystems rund eine Milliarde US-Dollar an Umsatz: Im Frühling 2008 waren es 3,8 Milliarden, 2009 sind es ungefähr 2,6 Milliarden. Pro Aktie ist der abzusehende Verlust auf etwa 10 Cent beziffert, nach den amerikanischen Buchlegungsvorschriften GAAP steigt der Verlust auf 30 Cent. Suns vorläufiger Quartalsbericht fällt kurz aus, weil Details Ende August in den Jahresbericht wandern sollen, wie das Unternehmen mitteilt. Das Geschäftsjahr endete am 30. Juni. Interessant wird sein, wie sich die schon im Vorquartal schlechten Hardwarezahlen entwickelt haben und ob sich die Hoffnung erfüllt hat, auf Open Source als Wachstumsmotor einzusetzen.
Intel legt Zahlen für das zweite Quartal vor, denn das Geschäftsjahr läuft hier von Januar bis Dezember. Der Umsatz ist seit dem ersten Quartal um rund 800 Millionen auf acht Milliarden US-Dollar gestiegen, triumphiert der Chiphersteller: Das sei der stärkste Wachstum zwischen einem ersten und zweiten Quartal seit 1988, lässt sich Intel-CEO Paul Otellini etwas spitzfindig zitieren. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sind es jedoch 1,5 Milliarden Dollar weniger. Der Verlust rangiert immerhin nur im Millionenbereich unterhalb der Null, wenn die United States Generally Accepted Accounting Principles (GAAP) darauf Anwendung finden. Vor den GAAP-Verrechnungen, die zum Beispiel bestimmte Amortisationen und Erträge von unternehmenseigenen Kapitalinvestitionen in die Zahlen einfließen lassen, steht Intel mit einer Milliarde Gewinn da. Die Aktien werfen ohne GAAP 18 Gewinn ab, mit GAAP erzeugen sie sieben Cent Verlust.
Das Chipunternehmen führt seinen glimpflichen Quartalsabschluss auf Investition in neue Technologien und Ideen zurück. Vor rund sechs Wochen kaufte es den Embedded- und Linux-Spezialisten Windriver hinzu, vor drei Monaten setzte es auf den Motor Community, um das Atom-spezialisierte Mobilbetriebssystem Moblin voran zu bringen.
(Anika Kehrer)
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