Die Stephen Norris Capital Partners (SNCP) sollen laut einer Mitteilung von SCO mit weiteren befreundeten Investoren bereit sein, die Reorganisation des angeschlagenen Unternehmens zu finanzieren. In der SCO-Mitteilung ist von einem Einsatz von bis zu 100 Millionen US-Dollar die Rede.

Die SNCP übernimmt demnach die Kontrolle über SCO und versucht die Firma bis zum Jahr 2009 aus dem Gläubigerschutz herauszubekommen und zu privatisieren, sprich von der Börse zu nehmen. Die Technologiebörse Nasdaq hatte die SCO-Papiere bereits Ende vergangenen Jahres aus dem Handel genommen.

Die neuen Geldgeber schwärmen in der Mitteilung ausschließlich von der bestehenden und künftigen Produktpalette, die sie für ihr Geld bekommen. SCO verlautbart zusätzlich, dass es mit der Finanzspritze möglich sei, die rechtlichen Angelegenheiten zum Abschluss zu bringen.

Die SCO Group ist durch langjährige Prozesse um die Unix-Rechte bekannt. Im Sommer 2007 hatte SCO eine entscheidende Schlappe erlitten, als ein US-Gericht das Eigentum am Unix-Code dem Prozessgegner Novell zusprach. Zugleich hatte das Gericht entschieden, dass Novell aus diesem Eigentum Lizenzgebühren zustehen.