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Fosdem 2009: Abschluss mit Besucherrekord

Am Sonntagabend ging die neunte Fosdem in Brüssel mit rund 5500 Teilnehmern zu Ende. Herausragende technische Neuerungen hielten sich in Grenzen, dafür betonten viele Referenten die inneren Werte der Free-Software-Bewegung. Unverändert blieben Enge und besorgniserregende Luftqualität in manchem Vortragssaal.

Die Veranstalter, die inzwischen größtenteils dem Studentendasein entwachsen sind, sprachen von rund 5500 Besuchern, einer Steigerung um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In etwa 250 Vorträgen, die zumeist die anwesenden Projekte selbst organisierten, beleuchteten Sprecher aus der ganzen Welt fast jeden Aspekt von Linux und Open Source.

Mit der Vielfalt geht allerdings auch einher, dass gelegentlich eine einheitliche Qualitätssicherung und eine einheitliche Besucheransprache fehlte. War bei manchem Vortrag der Zuhörer schnell durch Registersätze bei neuesten Grafikkartenbeschleunigern überfordert, ließen es andere Vortragende eher gemütlich angehen, indem sie Einsteigerwissen in Entwicklertracks verpackten. Bei dem Umfang des Angebotes stellte das jedoch kaum ein Problem dar: Bei mehr als einem Dutzend parallel befüllter Developer-Rooms mit Vorträgen hatte jeder die Qual der Wahl.

Eine kleine Anzahl von Projekten erhält auf der Fosdem Ausstellerfläche, darunter die bekannten Linux-Distributionen, Open Office und die Free Software Foundation. Mario Behling, Präsident der LXDE-Foundation, die einen leichtgewichtigen Linux-Desktop entwickelt, war voll des Lobes: "Wir mögen solche Community-Veranstaltungen, sie sind wichtig, weil viele Entwickler hier sind. Wir konnten Absprachen treffen, für die wir über Mailinglisten mehrere Wochen gebraucht hätten."

Hinter der Fosdem steht ein Team von 15 Organisatoren, unterstützt von 25 Helfern. Die nächste Konferenz findet Anfang Februar 2010 statt.

(Nils Magnus)
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