Open Source im professionellen Einsatz

FOSDEM 2008: Amarok 2 in den Startlöchern

24.02.2008

Einen kurzen Ausblick auf die neue Version des beliebten Musikabspielers Amarok gab bei der FOSDEM der Amarok-Entwickler Nikolaj Hald Nielsen.

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Er zeigte, wie Amarok 2 sich zukünftig in die neue KDE-4-Umgebung einpasst. Der Musikplayer nutzt dazu die Widgets-on-Canvas-Möglichkeiten von Qt 4.4 und bettet einige Elemente in Plasmoids ein.
Als von Magnatune bezahlter Entwickler plauderte Nielsen aber auch über die Koexistenz von kommerziellen Diensten und dem Open-Source-Projekt. Amarok 2 wird noch wesentlich mehr Dienste anbieten als zur Zeit, darunter Jamendo, Mp3tunes und Ampache.

Zukünftig soll es generell leichter werden, Dienste in Amarok zu integrieren. Langfristig möchte Nielsen ein einfaches, vom Anbieter unabhängiges System mit einem offenen API programmieren, das es auch anderen Anbietern erlaubt, ihre Dienste über Amarok anzubieten oder zu verkaufen. Der Nutzer soll selbst entscheiden, welchen Anbieter kommerzieller und nicht-kommerzieller Natur er nutzen will.

Für Magnatune scheint sich das Engagement in Amarok zu lohnen. Der Dienst erlaubt es, Stück komplett anzuhören und herunterzuladen, bevor man sie kauft. Laut Nielsen kaufen Amarok-Nutzer bereits 10 Prozent der verkauften Alben. Im Gegenzug bezahlt die Firma den Entwickler für seine Arbeit an dem freien Audioplayer.

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